Altenburg – Mit einer Fahnenaktion will die Stadt Altenburg auch in diesem Jahr ein weithin sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen setzen. Am 8. Juli (Mittwoch) wird die „Mayors for Peace“-Flagge („Bürgermeister für den Frieden“) am altenhrwürdigen Rathaus wehen.
Bundesweit haben rund 600 weitere Städte angekündigt, sich an dem Flaggentag zu beteiligen. Sie eint das Ziel, eine friedliche Welt ohne Atomwaffen zu schaffen. In diesem Jahr jährt sich der Atombombenabwurf auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 81. Mal.
Warum findet die Fahnenaktion jedes Jahr am 8. Juli statt? Auf diese Weise soll an ein wegweisendes Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag erinnert werden, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Darin wird festgestellt, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“
Die Stadt Altenburg ist offiziell Mitglied im Bündnis „Mayors for Peace“, einem Netzwerk mit weltweit mehr als 8.000 Städten und Gemeinden. Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann hatte die Beitrittsurkunde von seinem Amtskollegen aus Hiroshima, Kazumi Matsui, auf dem Postweg erhalten.
Dass Altenburg sich dem Friedensbündnis anschließt, geht auf einen einstimmigen Stadtratsbeschluss aus dem Oktober 2018 zurück.
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