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Balkonkraftwerke: keine Spezialsteckdosen nötig | Verbraucherzentrale Thüringen - Energieberatung

Verbraucherzentrale Thüringen - Energieberatung (Foto: Ronny Franke)

Balkonkraftwerke: keine Spezialsteckdosen nötig

Ratgeber Pressemitteilungen
29.11.2025, 10:53 Uhr
Von: Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
Neue DIN-Norm bringt Rechtssicherheit

Gute Nachrichten für alle, die selbst Strom auf dem Balkon produzieren möchten: Ab dem 1. Dezember 2025 tritt eine neue Produktnorm für Steckersolargeräte in Kraft. Damit ist der Anschluss sogenannter Balkonkraftwerke an eine herkömmliche Haushaltssteckdose offiziell erlaubt – eine teure Spezialsteckdose ist nicht nötig.

Die neue DIN-Norm schafft Klarheit für eine Praxis, die bereits auf vielen Balkonen gelebt wird. Künftig dürfen kleine Solargeräte mit Schuko-Stecker direkt in bestehende Steckdosen eingesteckt werden – so wie man es von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Computern kennt. Die Voraussetzung: Die Solarmodule dürfen zusammen maximal 960 Watt leisten. Für größere Geräte mit bis zu 2.000 Watt Modulleistung gelten strengere Vorgaben – hier ist laut Norm ein spezieller Einspeisestecker erforderlich. Anlagen mit Batteriespeicher sind von der neuen Norm bislang nicht erfasst.

Unabhängig von der Modulleistung muss der Wechselrichter die Einspeisung ins Hausnetz auf 800 Watt begrenzen.

Weniger Bürokratie, mehr Tempo beim Anschluss

Die neue Regelung ergänzt bereits bestehende Vereinfachungen: Seit Anfang 2024 reicht für den Betrieb eines Balkonkraftwerks eine vereinfachte Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur aus. Auch der sofortige Betrieb ist möglich – und das zunächst sogar mit dem vorhandenen alten Stromzähler. Dieser darf vorübergehend rückwärts laufen, bis der Netzbetreiber ein modernes Gerät installiert.

Wer sich unsicher ist, ob das eigene Vorhaben die technischen Voraussetzungen erfüllt, oder weitere Fragen zu Balkonkraftwerken hat, kann sich an die Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen wenden. Termine für ein persönliches Beratungsgespräch können unter der Telefonnummer 0800 809 802 400 (kostenfrei) vereinbart werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA sind in Thüringen auch die Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause kostenfrei.

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