Eigenverbrauch statt Einspeisung: Warum sich Photovoltaik auch ohne Förderung lohnt - ABG-Net.de
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Eigenverbrauch statt Einspeisung: Warum sich Photovoltaik auch ohne Förderung lohnt | Verbraucherzentrale Thüringen - Energieberatung

Verbraucherzentrale Thüringen - Energieberatung (Foto: Ronny Franke)

Eigenverbrauch statt Einspeisung: Warum sich Photovoltaik auch ohne Förderung lohnt

Ratgeber Pressemitteilungen
09.04.2026, 10:04 Uhr
Von: Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
Mit Batteriespeicher und Co. selbst genutzten Solarstrom gezielt steigern

Die Pläne der Bundesregierung, die Einspeisevergütung für neuinstallierte Photovoltaikanlagen auf Eigenheimen abzuschaffen, sorgen bei vielen Hauseigentümer:innen für Verunsicherung. Doch Photovoltaik bleibt auch ohne direkte staatliche Förderung attraktiv, betont die Verbraucherzentrale Thüringen. Wer den selbst erzeugten Strom clever nutzt, kann wirtschaftlich sogar besser fahren als mit der reinen Einspeisung ins Netz.

Die Einspeisevergütung sinkt seit Jahren kontinuierlich. Eine mögliche komplette Streichung der Einspeisevergütung würde nur Neuanlagen beziehungsweise neu angemeldete Anlagen betreffen. Bestehende Anlagen würden die festgesetzte Vergütung weiterhin bis zum Ende der Laufzeit erhalten.

„Für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage ist längst nicht mehr der Verkauf des Solarstroms ausschlaggebend, sondern der Eigenverbrauch“, erklärt René Tiede, Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen. Denn jede selbst genutzte Kilowattstunde spart bares Geld im Vergleich zum Strombezug vom Energieversorger. „Je mehr Solarstrom Sie direkt selbst verbrauchen, desto schneller rechnet sich die Anlage“, so Tiede.

Batteriespeicher erhöht Eigenverbrauch

Bei einer typischen PV-Anlage können rund 30 Prozent des erzeugten Stroms direkt im Haushalt genutzt werden. Mit einem Batteriespeicher lässt sich dieser Anteil auf bis zu 70 Prozent steigern. Auch zusätzliche Verbraucher wie ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe tragen dazu bei, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen und damit die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern.

Stromnutzung intelligent steuern

Der Eigenverbrauch lässt sich zusätzlich optimieren, indem der Stromverbrauch gezielt in die Zeiten hoher Solarproduktion verlagert wird – etwa durch das Einschalten von Wasch- oder Spülmaschine bei Sonnenschein. Ein Energiemanagementsystem kann dabei unterstützen, die Nutzung automatisch zu steuern. So kann beispielsweise das Laden eines Elektroautos genau dann starten, wenn die Solaranlage besonders viel Strom produziert.

„Selbst verbrauchter Solarstrom ist heute die beste Vergütung. Und da mit jeder installierten PV-Anlage auch der CO₂-Ausstoß sinkt, ist das auch ökologisch eine gute Entscheidung“, erklärt Energieexperte René Tiede.

Solarrechner hilft bei der Einschätzung

Ob sich eine Solarstromanlage im individuellen Fall lohnt, können Interessierte mit dem Solarrechner Thüringen (www.solarrechner-thueringen.de) prüfen. Wenn die Planungen konkreter werden, unterstützt die Energieberatung der Verbraucherzentrale gerne, zum Beispiel bei der Bewertung von Angeboten. Ein Termin für ein persönliches Beratungsgespräch kann unter der Telefonnummer 0800 809 802 400 (kostenfrei) vereinbart werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA sind in Thüringen auch die Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause kostenfrei.

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