Die Eispiraten Crimmitschau haben ihre lange Niederlagenserie von acht Spielen beendet! Im heutigen Heimspiel setzten sich die Westsachsen nach einem bärenstarken Auftritt verdient mit 5:2 gegen den letztjährigen DEL-Absteiger Krefeld durch. Am Sonntag sind die Mannen von Cheftrainer Marian Bazany bei den Kassel Huskies gefordert (04.12.2022 – 14:30 Uhr).
Die Mannschaft von Marian Bazany wollte nach acht Niederlagen in Folge ein Zeichen setzen und startete, weiterhin ohne Kanninen, Feser, Kánya und Weißgerber, dafür aber mit Nick Walters verheißungsvoll in die Partie gegen den letztjährigen DEL-Absteiger. So konnten gerade Mathieu Lemay und Alexis D’Aoust schnell Akzente setzen und erste Torchancen für sich verbuchen. Danach wurden aber auch die Pinguine besser, trafen allerdings nur die Latte.
Es entwickelte sich folglich ein rassiges Eishockeyspiel, in welchem die Crimmitschauer als vermeintlicher Außenseiter immer wieder gefährlich wurden und sich nach 13 Minuten auch belohnten. Nach insgesamt etwas mehr als sieben Dritteln behielt Filip Reisnecker in einer unübersichtlichen Aktion vor Goalie Matthias Bittner den Überblick und arbeitete den Puck im Sitzen zum 1:0 über die Torlinie! Zwar konnten die Krefelder kurz danach auch jubeln, jedoch wurde das Tor nach einem klaren hohen Stock und dem folgenden Videobeweis nicht gegeben.
Die Eispiraten waren sofort nach dem Wiederbeginn voll da. Zunächst verpasste Patrick Pohl das vermeintliche 2:0 nur knapp, wenig später scheiterte dann auch der agile Timo Gams. Die Krefelder erhöhten dann aber den Druck und kamen, natürlich bedingt durch ihre brutale Qualität, vermehrt zu guten Abschlüssen, die Ilya Sharipov zunächst aber mit starken Paraden zu vereiteln wusste. In der 33. Minute blieb allerdings auch der Deutsch-Russe ohne Abwehrchance. In numerischer Überzahl war es der Goldhelm der Pinguine, Zach Magwood, der den Puck ins lange Eck schickte – 1:1. Dem aufopferungsvollen Kampf der Pleißestädter tat dies aber keinen Abbruch. Wiederum nur zwei Minuten später schickte Verteidiger Taylor Doherty einen strammen Schuss in Richtung Matthias Bittner, der den leicht abgefälschten Puck von Mathieu Lemay nicht mehr parieren konnte - die Eispiraten stellten auf 2:1 (35.)!
Und auch im Schlussabschnitt waren es die Gastgeber, die spielerisch lange den Ton angaben und auch auf dem Scoreboard fleißig nachlegten. So konnte Alexis D’Aoust, nach starker Vorarbeit von Mathieu Lemay, frei vor dem Tor zum 3:1 einschieben (43.). Lemay, der sich für seinen großen Aufwand nun auch endlich zu belohnen wusste, legte wenig später weiter nach. Gekonnt umkurvte der Kanadier in der 51. Minute die Defensive der Krefelder und schloss trocken zum 4:1 ab – der Sahnpark stand Kopf! Die Pinguine um Trainer Peter Draisaitl zogen wenige Minuten vor dem Ende dann alle Register und auch ihren Goalie Matthias Bittner. Mit einem zusätzlichen Feldspieler gelang den Gästen so auch der Anschlusstreffer zum 2:4 durch Davis Koch (58.). Trotz zunehmenden Druckes des letztjährigen DEL-Absteigers, sollten die drei Zähler letztlich aber im Sahnpark bleiben. Mathieu Lemay fälschte mit der Schlusssirene erneut einen Schuss von Taylor Doherty ab und setzte mit dem Treffer zum 5:2 nicht nur das Tüpfelchen auf das i, sondern krönte zudem seine starke Leistung mit seinem dritten Treffer.
Nach acht Niederlagen in Folge hatten die Crimmitschauer Akteure am heutigen späten Freitagabend also endlich wieder etwas zu feiern. Dank eines großen Kampfes blieben die drei Punkte in Westsachsen. Am Sonntag steht dann die nächste schwere Aufgabe bei den Kassel Huskies an, doch die Eispiraten können sicher mit einer breiten Brust zum Tabellenführer der DEL2 reisen.
Zuschauer: 1.148
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Auswärtsspiel bei den Kassel Huskies mit 1:4 verloren. Trotz eines schwungvollen Beginns, einhergehend mit der frühen Führung durch Mathieu Lemay, mussten sich die Westsachsen dem Tabellenführer der DEL2 beugen. Zwei Empty-Net-Treffer trieben das Ergebnis letztlich in die Höhe.
Mit unverändertem Lineup starteten die Eispiraten richtig gut in ihr Gastspiel bei den Huskies. Nach etwas mehr als drei Minuten konnten die Mannen von Cheftrainer Marian Bazany dann auch jubeln. Zunächst scheiterte Alexis D’Aoust an Goalie Jake Kielly, im Nachschuss dann am Pfosten. Mathieu Lemay stand allerdings goldrichtig und verwertete den Rebound zur frühen 1:0-Führung (4.). Auch nach dem Tor blieben die Westsachsen zunächst am Drücker, konnten aus weiteren Möglichkeiten aber keinen Ertrag erzielen. Mit Verlauf der Zeit wuchs dann der Druck der Gastgeber, die immer besser ins Spiel kommen sollten.
Bis auf einzelne Nadelstiche durch Filip Reisnecker oder Mathieu Lemay konzentrierten sich die Eispiraten dann spätestens ab der 30. Minute auf eine geordnete Defensive und konnten sich dabei an Ilya Sharipov verlassen, der einmal mehr viel zu tun bekam und über die gesamte Partie hinweg 40 Schüsse parieren sollte. In der 38. Minute blieb der Deutsch-Russe aber ohne große Abwehrchance – James Arniel staubte im Gewühl schließlich zum 1:1 ab. Die Huskies nahmen den Schwung folglich mit und durften nu eine Minute später den nächsten Treffer bejubeln. Der offensivstarke Abwehrmann Maximilian Faber erhielt zu viel Platz und Zeit und schloss bärenstark in den Winkel ab – 1:2 (39.).
Die Mannschaft von Marian Bazany setzte im Schlussdrittel alles daran, den Spielstand wieder zu egalisieren. Der erneut auffällige Mathieu Lemay scheiterte aber mit seinem Rückhandschuss an Jake Kielly – die wohl beste Chance im dritten Drittel für die wacker kämpfenden Pleißestädter, denen letztlich kein weiterer Treffer mehr gelingen sollte. So wurde auch Marian Bazanys Mut nicht belohnt, als er gut drei Minuten vor dem Ende Ilya Sharipov für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahm. Lars Reuß erzielte nach 58 Minuten nämlich den ersten der beiden Empty-NetTreffer und stellte auf 1:3. Wiederum nur eine Minute später traf auch Tomas Sykora in den verwaisten Eispiraten-Kasten und besorgte den Endstand zum 1:4 (59.).
Zuschauer: 3.021
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