SV Aufbau Altenburg gegen HBV Jena 90 II 32:35 (13:23)
Nach sechs gespielten Minuten bereits mit 0:6 im Hintertreffen liegen, lässt eigentlich Böses erahnen. So geschehen im Goldenen Pflug der Skatstadt im Oberliga-Aufeinandertreffen der Männer zwischen Gastgeber SV Aufbau Altenburg und der II.Mannschaft des HBV Jena 90. Ehe sich die Formation von Trainer Sebastian Heilmann versehen konnte, klingelte es ein ums andere Mal bei Torhüter David Kießhauer, der aufgrund einer scheinbar noch in der Kabine sitzenden Abwehr wenig Chancen zu Torverhinderungen hatte.
Robby Borngräber (6.) und Elias Bombelka (8.) besorgten zwei Anschlusstreffer, doch jubelten die blitzschnell agierenden Jenaer zwischenzeitlich über weitere Torerfolge (8:2 aus HBV-Sicht/11.Min.). Ehe der Tabellenletzte endgültig aufwachte lagen die Schützlinge des HBV-Trainerduos Möller/Schmidt bereits mit 16:8 (Marcel Leser/22.Min.) vorn. In der 28.Minute waren die Gäste bereits auf 20:11 enteilt, ehe Elias Bombelka, Johann Felix Köhler und Niklas Riedel zwar trafen, Jena aber ebenfalls. Die Gäste lagen zur Pause mit 10 Treffern (23:13) klar vorn. Nicht viel besser aus Aufbau-Sicht gestaltete sich der Start in die zweite Hälfte, Jenas Georg Missale baute den Vorsprung auf scheinbar unaufholbare 11 Treffer (28:17/38.) aus.
Mit Arne Bauer, einem der Stammtorhüter der Jenaer 1.Mannschaft, hatte die Angriffsabteilung des Gastgebers zwar so ihre Schwierigkeiten, doch Aufgeben gibt es in nicht in den Aufbau-Reihen. Das Aufbäumen wurde letztlich auch belohnt. Lars Schäfer (4), Chris Unger (2), Lucas Walzel (2) verkürzten den Rückstand auf 25:33 (52.Min.).
Einmal Fahrt aufgenommen wurde auch das Publikum wieder wach, der Goldene Pflug – dank auch der Red Block Supporter -- bebte. Binnen acht verbliebenen Minuten verkürzten Niklas Riedel (3), Michael Halbauer (2), Lars Schäfer (1) und Elias Bombelka (1) auf ein noch recht ansehnliches 32:35-Endresultat. Fazit des Spieltages: Aufbau Altenburg, zwar noch immer Träger der roten Laterne, spielt nicht wie ein Abstiegskandidat, muss lediglich sein Leistungsvermögen über 60 Minuten abrufen. Zeit, sich neu zu sortieren, bleibt für die Skatstädter bis zum Sonntag, 29.März (16:00 Uhr/Asbach-Sporthalle), wenn das Team um das Trainerduo Ronny Bärbig/Antonio Rohr bei Tabellennachbar HSV Weimar antritt.
Weimar, in Hermsdorf mit 26:32 unterlegen, hat bis dahin noch Tabellenführer HSV Apolda vor sich. Spannender im Thüringer Handball-Oberligahaus - wie um den Meistertitel ganz oben - kann es auch im Abstiegskampf (einer muss in die Landesliga) bis zum 9.Mai kaum zugehen.
Tore für Aufbau Altenburg: Riedel (7), Schäfer, Halbauer (je 5), Bombelka 3, Unger, Bettels (je 2);
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