Altenburg. Noch einmal wurde im Altenburger „Goldenen Pflug“ den Fans zum Abschluss der Saison 25/26 ein eindrucksvolles Handballevent geboten. Nach der überaus erfolgreichen Premiere des Nachwuchsfestes der Jugendspielgemeinschaft Altenburger Land (JSG/SV Aufbau Altenburg/LSV Ziegelheim) mit rund 140 Kindern und Jugendlichen standen sich am Abend die Männer der HSG Suhl und des SV Aufbau Altenburg zum Oberliga‑Finale gegenüber. Die Suhler freuten sich nach spannenden 60 Minuten über den Gewinn des Vizemeistertitels (Meister: HSV Apolda 1990). Die Gastgeber boten trotz der 30:37‑Niederlage (Hz. 13:20) beherzt Paroli, was von den Fans mit Beifall honoriert wurde.
Für einige Stammspieler war es der letzte Auftritt im Aufbau‑Trikot; sie beenden teils ihre aktive Laufbahn aus verschiedenen Gründen – beruflich oder verletzungsbedingt – oder suchen eine neue Herausforderung. Ein anderer, Marcel Perkowski, lange Zeit noch in der „Zweiten“ aktiv und Chef der Aufbau‑Supporter „Red Block“, verstärkte die Abwehr und ließ die Suhler wiederholt am Kreis scheitern. Perkowski belohnte sich selbst mit dem allerletzten Tor für den SV Aufbau: Drei Sekunden vor der Sirene netzte er zum 30. Aufbau‑Tor ein. Es wird vorläufig – nach einigen Jahrzehnten – der letzte Oberliga‑Treffer des SV Aufbau gewesen sein; nach der aktuellen Lage werden die Aufbau‑Herren in der Saison 2026/27 in der Landesliga, wie wohl auch der HSV Weimar, um den Wiederaufstieg ins Thüringer Oberhaus spielen.
Nach 22 Spielen und 3:41 Punkten fällt die Bilanz ernüchternd aus. Dennoch überzeugte erneut Florin Wessel mit sieben Treffern; Robby Borngräber folgte mit fünf. Mit je drei Toren trugen sich Johann Felix Köhler, Lucas Walzel, Marcel Perkowski und Chris Unger ein, mit je zwei Lennart Bettels und Lars Schäfer, mit je einem Marten Schulz und Paul Emilius Fischer. Vor Spielbeginn richtete Handball‑Abteilungsleiter Olaf Schmidt Worte des Dankes an Lucas Walzel, Lennart Bettels, Marcel Perkowski, Tommy Bauch und Kevin Reinhardt, die – teils von der Jugend an – über Jahre hinweg zu den Leistungsträgern im Verein gehörten und nun einen anderen Weg einschlagen; diese würdige Verabschiedung wurde vom Publikum mit reichlich Beifall begleitet.
1. Nachwuchsfest ein voller Erfolg
Das erste Nachwuchsfest der Jugendspielgemeinschaft Altenburger Land (JSG, gegründet 2018; Trägervereine: SV Aufbau Altenburg/LSV Ziegelheim) mit etwa 140 Kindern und Jugendlichen zeigte, wie breit der Handball im Landkreis aufgestellt ist – und wie erfolgreich gearbeitet wird. Die männliche B‑Jugend wurde Vizemeister Thüringens; die männliche C‑Jugend wurde für Platz drei geehrt. Der Kreissportbund Altenburger Land, die hiesige Sparkasse, die Altenburger Spielkartenfabrik und die Handball‑Fraktion des DHFK Leipzig unterstützten das Fest, das sicher eine Fortsetzung finden wird. Gastmannschaften des BSV Sachsen Zwickau/ZHC Grubenlampe Zwickau spielten gegen die JSG‑Teams, sodass das Jugendfest ein würdiges Finale erlebte.
Auch Aufbau‑Frauen müssen Abgänge verkraften – drei Stammspielerinnen verlassen den Oberligameister
Die Frauen des SV Aufbau Altenburg sicherten sich in souveräner Manier vorzeitig den Oberliga‑Meistertitel der Saison 2025/26 und steigen in die Regionalliga des Mitteldeutschen Handball‑Verbands (MHV) auf. Gleichzeitig gilt es, mehrere Leistungsträgerinnen zu ersetzen, die kürzlich verabschiedet wurden. Franziska Bärbig zählt zweifellos zu den Routiniers: Sie spielte einst beim HC Leipzig, über Stationen in Travemünde und beim Schweizer Verein Grenzach fand sie nach Altenburg; sie war in der Regionalliga aktiv und trug maßgeblich zu vier Thüringenmeistertiteln bei. Auf Claudia Voigt trifft Ähnliches zu: Stets eine wichtige Stütze, kämpfte sie sich nach Verletzungen zurück und erzielte zahlreiche Treffer. Während Franziska Bärbig und Claudia Voigt in die „Handballrente“ gehen, dem Verein aber weiterhin die Treue halten, sucht Hannah Gentsch eine neue Herausforderung in einem anderen Verein. Über die Stationen Borna und Zwickau kam Gentsch in die Skatstadt und erwies sich über fast drei Jahre als wichtige Stütze des Teams um das Trainerduo Ronny Bärbig und Antonio Rohr.
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