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Sachsen–Franken-Magistrale: DB startet große Bauetappe zwischen Gößnitz und Werdau | Bauabschnitt Gößnitz einschließlich Bahnhof

Bauabschnitt Gößnitz einschließlich Bahnhof (Foto: Karte & Logo: DB AG)

Sachsen–Franken-Magistrale: DB startet große Bauetappe zwischen Gößnitz und Werdau

Verkehrsgeschehen / Straßensperrungen
15.08.2026, 16:53 Uhr
Von: PM Deutsche Bahm
Zwischen 17. August und 12. Dezember 2026 bündelt die Deutsche Bahn zentrale Bauarbeiten im Knoten Gößnitz und im Bahnhof Werdau – mit Schienenersatzverkehr und angepasstem Bauablauf.

Sachsen–Franken-Magistrale: DB startet nächste große Bauetappe zwischen Gößnitz und Zwickau

Die Deutsche Bahn treibt den Ausbau der Sachsen–Franken-Magistrale planmäßig voran. DB InfraGO bündelt im kommenden Zeitraum vom 17. August bis 12. Dezember 2026 umfangreiche Bauarbeiten im Eisenbahnknoten Gößnitz sowie im Bahnhof Werdau. Gleichzeitig wird der Bauablauf in Gößnitz und Werdau an veränderte Rahmenbedingungen angepasst, damit die Maßnahmen nachhaltig und in hoher Qualität umgesetzt werden können.

„Mit der bevorstehenden Bauphase erreichen wir einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der Sachsen–Franken-Magistrale. Die kommenden Monate nutzen wir, um möglichst viele Bauleistungen gebündelt umzusetzen“, sagt Jan Hornig, Leiter Projektportfolio Leipzig/Chemnitz bei DB InfraGO. Ziel seien Schritt für Schritt mehr Kapazität, bessere Qualität und ein zuverlässigeren Bahnverkehr in der Region.

Geplante Arbeiten in Gößnitz: Gleise, Weichen, Oberleitung und Brücken

Während der Bauphase setzt die DB zentrale Maßnahmen des Infrastrukturprogramms um. Im Eisenbahnknoten Gößnitz werden unter anderem Gleise und Weichen erneuert sowie Arbeiten an den Oberleitungsanlagen fortgeführt. Zudem werden Bauarbeiten an mehreren Bauwerken durchgeführt: Eine Eisenbahnbrücke in Ponitz sowie zwei Eisenbahnbrücken in Crimmitschau werden eingeschoben.

Auch die Stützwände entlang der Alexander-Puschkin-Straße in Gößnitz sowie entlang der Kitscherstraße in Crimmitschau sind Bestandteil der Arbeiten. Damit soll das Gesamtsystem im Knotenbereich weiter modernisiert und für den späteren Betrieb leistungsfähiger aufgestellt werden.

Bahnhof Werdau im Fokus: neue Überholgleise, Signale und Modernisierung

Auch in Werdau nutzt die DB die Bauzeit für wesentliche Fortschritte. Im Bahnhof entstehen zwei neue Güterzugs-Überholungsgleise, die jeweils 750 Meter lang sind. Darüber hinaus werden Weichen sowie Signalanlagen erneuert. Am zweiten Bahnsteig wird außerdem ein Zwischensignal errichtet: Dieses ermöglicht künftig das Kuppeln und Trennen von Zügen und schafft damit Voraussetzungen für die geplante Angebotserweiterung ab Dezember im S-Bahnverkehr in Richtung Plauen.

Parallel wird der Bahnhof umfassend modernisiert. Dazu zählen neue Bahnsteigdächer sowie zusätzliche Verbesserungen bei der Ausstattung, unter anderem ein neues Wegleitsystem und neue Anzeiger. Ebenfalls grundlegend erneuert wird die Personenunterführung.

Bauablauf angepasst: veränderte Bedingungen und Fachkräfte-/Material-Engpässe

In einzelnen Abschnitten musste der Bauablauf angepasst werden. Im Knoten Gößnitz führten komplexere Baugrundverhältnisse an der Stützwand entlang der Alexander-Puschkin-Straße zu einer geänderten Bauweise und damit zu einer Anpassung des Terminplans.

Darüber hinaus wirken sich bundesweit hohe Bautätigkeit sowie Engpässe bei hochspezialisiertem Fachpersonal und Materialien in der Leit- und Sicherungstechnik auf den Projektfortschritt aus.

Trotzdem werden die Hauptbaumaßnahmen während der diesjährigen Sperrpause wie geplant umgesetzt. Anschließend folgen Restarbeiten entlang der Strecke sowie die Fertigstellung von Stütz- und Lärmschutzbauwerken.

Die Inbetriebnahme der noch im Bau befindlichen Gleisanlagen im Bahnhof Gößnitz ist im Rahmen einer weiteren Sperrpause im Jahr 2027 vorgesehen.

Auch bei dem Projekt „750-Meter-Überholgleise Werdau“ verschiebt sich die Inbetriebnahme. Geplant war zunächst ein Start im Oktober, jetzt ist Dezember 2026 vorgesehen. Als Grund nennt die DB insbesondere die hohe Auslastung bei Plan- und Abnahmeprüfungen für die Leit- und Sicherungstechnik. Die DB arbeitet mit allen Beteiligten daran, verbleibende Risiken weiter zu minimieren und die Maßnahmen schnellstmöglich abzuschließen.

Auswirkungen der Streckensperrung: Schienenersatzverkehr für verlässliche Reiseketten

Bestimmte Bau-, Prüf- und Abnahmearbeiten können nur durchgeführt werden, wenn keine Züge die Strecke befahren. Für die Dauer der Sperrpause hat DB Regio deshalb ein Verkehrskonzept entwickelt, das den Reisenden auch während der Bauarbeiten eine verlässliche Mobilität ermöglicht.

Ein leistungsfähiger Schienenersatzverkehr mit Bussen stellt die Verbindungen entlang der gesperrten Strecken sicher. Die Ersatzverkehre sind auf die Zuganschlüsse abgestimmt und werden durch umfangreiche Fahrgastinformationen begleitet. Fahrplanänderungen sind rechtzeitig in digitalen Auskunftssystemen sowie an den Bahnhöfen verfügbar.

Geplant sind folgende Ersatzverkehre:

  • 17. August bis 22. August 2026: Gößnitz – Zwickau
  • 23. August bis 18. Oktober 2026: Altenburg – Zwickau
  • 19. Oktober 2026 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember: Gößnitz – Zwickau

Am 17. August 2026 verkehren planmäßig keine S-Bahnen der DB Regio mehr bis Zwickau. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember übernimmt die Länderbahn die Verkehre für die S-Bahnlinien S5/5x auf diesem Abschnitt.

Leonhard Novak, Netzmanager S-Bahn Mitteldeutschland bei DB Regio Südost, betont: „Für diesen Streckenabschnitt können wir auf langjährige Erfahrungen im Schienenersatzverkehr zurückgreifen. Deshalb setzen wir auf ein bewährtes Verkehrskonzept mit erprobten Routen und gut abgestimmten Anschlüssen. Unser Ziel ist es, unseren Fahrgästen auch während der Bauarbeiten eine verlässliche und möglichst komfortable Reisekette zu bieten.“

Einschränkungen vor Ort: DB bittet um Verständnis

Die DB InfraGO AG nutzt moderne Geräte und Technologien, um die Auswirkungen der Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten. Für mögliche Beeinträchtigungen dankt die Bahn Anwohnenden sowie Reisenden ausdrücklich für Verständnis und Geduld.

Hintergrund: Was die Sachsen–Franken-Magistrale künftig leisten soll

Die Sachsen–Franken-Magistrale umfasst rund 288 Kilometer. Sie verbindet die Streckenabschnitte Dresden–Hof und Leipzig–Werdau und verbindet damit die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit Bayern und Baden-Württemberg.

Im Rahmen des Projekts erneuert die DB die Strecke grundlegend, um sie an technische Anforderungen sowie an zukünftige Anforderungen im Regional- und Fernverkehr und im Güterverkehr anzupassen. Vorgesehen sind unter anderem 32 elektronische Stellwerke sowie die Sanierung oder Erneuerung von 223 Eisenbahnbrücken. Nach dem Ausbau sollen Züge dort mit 160 km/h fahren können statt bisher 120 km/h.

Weitere Informationen zu den Bauvorhaben sind unter www.sachsen-franken-magistrale.de verfügbar.

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