Die AOK PLUS hat durch die Auswertung von Gesundheitsdaten und die gezielte Ansprache ihrer Versicherten die Impfquote gegen Humane Papillomviren (HPV) spürbar erhöht. Zwischen März und Juni 2025 informierte die Gesundheitskasse mehr als 228.000 ungeimpfte Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren beziehungsweise deren Eltern über die HPV-Schutzimpfung. Das Ergebnis: Die Inanspruchnahme der Impfung stieg in allen Altersgruppen deutlich an.
Im Vergleich zum zweiten und dritten Quartal 2024 nahm die Zahl der HPV-Erstimpfungen um über 70 Prozent zu. Das entspricht rund 6.000 zusätzlichen Erstimpfungen pro Quartal.
„Unser Anspruch ist es, Menschen nicht erst im Krankheitsfall zu begleiten, sondern frühzeitig Orientierung zu geben. Als Gesundheitslotsin sprechen wir Versicherte gezielt dort an, wo Prävention konkret wirkt. Die deutliche Steigerung bei der HPV-Impfung zeigt: Wenn wir Risiken erkennen und aktiv informieren, erreichen wir mehr Menschen - und ermöglichen mehr gesunde Jahre“, sagt Ilona Wojnowski, Vorständin der AOK PLUS.
Gesetz zur Gesundheitsdatennutzung stärkt den Impfschutz
Mit dem 2024 verabschiedeten Gesetz zur Gesundheitsdatennutzung (GDNG) können Krankenkassen ihre Versicherten gezielt auf Impfungen und andere Präventionsmaßnahmen hinweisen. Es ermöglicht die Auswertung individueller Versichertendaten, um gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und präventiv zu handeln. Auch die HPV-Impfung fällt unter diese Regelung.
Ilona Wojnowski: „Die Nutzung von Gesundheitsdaten eröffnet neue Möglichkeiten für eine wirksame Prävention. Entscheidend ist, dass wir diese verantwortungsvoll einsetzen - mit klarem Fokus auf den Nutzen für die Menschen. Als Gesundheitslotsin erkennen wir Risiken frühzeitig und sprechen unsere Kundinnen und Kunden gezielt an. So verhindern wir Erkrankungen, bevor sie entstehen, und stärken die Gesundheit langfristig.“
AOK PLUS übernimmt Kosten für HPV-Schutzimpfung
Die AOK PLUS übernimmt die Kosten für die HPV-Schutzimpfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren sowie für Nachholimpfungen bis zum 18. Geburtstag. Idealerweise erfolgt die Impfung vor dem ersten Sexualkontakt mit zwei Dosen. Ab einem Alter von 15 Jahren sind drei Impfdosen erforderlich.
HPV-Impfung kann vor Krebs schützen
HPV-Infektionen sind nachweislich verantwortlich für Gebärmutterhalskrebs sowie für Tumoren im Genital-, Anal- und Mund-Rachen-Bereich. Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor diesen krebserregenden Viren und ist ein wichtiger Beitrag zur Krebsprävention.
Hinweis für die Redaktion: Weitere Informationen zur HPV-Impfung finden Sie im Faktenblatt des Robert-Koch-Instituts.
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