Am 15. September 2025 um 18:30 Uhr findet in der Stadtbibliothek Schmölln die erste Lesung nach der Sommerpause statt. Der Journalist Markus Wetterauer wird spannende Einblicke in die Welt der Eisenbahnen geben, die nicht nur für Zugfans von Interesse sind.
Wetterauer thematisiert die harten Bedingungen, unter denen die Arbeiter beim Bau der ersten Eisenbahnstrecken schufteten. Über 11 Stunden täglich arbeiteten sie, und wer gegen Vorgesetzte aufmuckte oder dessen Werkzeug kaputtging, musste mit strengen Strafen rechnen. Er erzählt, wie die Arbeiter im Altenburger Land vor rund 150 Jahren lebten und verpflegt wurden und warum die Arbeitsplätze trotz der Herausforderungen beliebt waren.
In seiner Lesung nimmt Wetterauer die Zuhörer mit auf eine Reise entlang der Gleise, ähnlich wie in seinem Hörbuchprojekt ZUGhören, das Reportagen aus der Eisenbahnwelt präsentiert. Dabei stehen nicht die technischen Aspekte im Vordergrund, sondern die Geschichten der Menschen, die mit der Eisenbahn verbunden sind.
Wetterauer berichtet von der Arbeit der Eisenbahner an den Bahnhöfen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und dem harten Job auf Dampflokomotiven. Die Zuhörer erfahren von der Odyssee eines Holocaust-Überlebenden, der durch die Eisenbahnen in drei Vernichtungslager transportiert wurde, und erleben die Faszination von Luxuszügen auf ihren Fahrten durch Europa.
Nach der Lesung haben die Besucher die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre eigenen Reiseerlebnisse auszutauschen.
Kommentare