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Stadt.Land.Kult(o)ur: Künstler:innen gestalten Sommerprojekte mit Bürger:innen

Kunst, Kultur & Freizeit Pressemitteilungen
29.05.2026, 13:52 Uhr
Von: Erlebe was geht gGmbH | Stadt.Land.Kult(o)ur
Kunst trifft Region: Drei Artists in Residence gestalten von Juni bis August partizipative Projekte im Altenburger Land — Begegnung, Mitmachen und lokale Zukunftsthemen stehen im Mittelpunkt.

Im Rahmen des Programms Stadt.Land.Kult(o)ur arbeiten von Juni bis August drei Artists in Residence im Altenburger Land. Ziel der Residenzen ist es, ortsbezogene und partizipative Projekte zu entwickeln, die Bewohner:innen aktiv einbeziehen und kulturelle Prozesse als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt verstehen. Die Maßnahmen sind Teil des Bundesprogramms Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.

Jennifer de Negri — Haus am Milchberg (Kriebitzsch)
Die Autorin, Medienkünstlerin und Kuratorin Jennifer de Negri erforscht Erinnerungsspuren und mehr‑als‑menschliche Perspektiven. Unter dem Arbeitstitel „Fraßspuren“ untersucht sie Haus Ruth und das Haus am Milchberg als Träger von Zeit, Geschichten und materiellen Einschreibungen — von Maßzeichnungen an Türrahmen bis zu Spuren nicht‑menschlicher Akteur:innen wie Holzwürmern oder Vögeln. Aus der künstlerischen Forschung entstehen poetische Miniaturen, essayistische Texte und eine partizipative Rauminstallation. Bewohner:innen sind eingeladen, Briefe, Fotos, Notizen und Texte beizusteuern; so wächst eine ephemere Installation fragmentarischer Erinnerungen.

Emilie Spengler — Kunsthof NIA (Niederarnsdorf)
Textilkünstlerin und Designerin Emilie Spengler widmet sich textilem Handwerk als sozialer Praxis. Ihre Residency setzt auf offene, generationsübergreifende Werkstätten und Workshops unter dem Motto „Bring your own skills…“: Weben, Stickerei, Stricken, Färben und verwandte Techniken werden im kollektiven Prozess geteilt. Ziel ist ein niedrigschwelliger Ort für Austausch, Selbstwirksamkeit und inklusive Teilhabe — handwerkliche Praxis als Bindeglied zwischen Menschen und als künstlerisches Vermittlungsformat.

Martin Fink — Hofsalon Altenburg
Der Künstler und Raumforscher Martin Fink entwickelt eine modulare, wandelbare Raumstruktur, die Hofraum, Bühne und soziale Infrastruktur verbindet. In einem vierwöchigen partizipativen Prozess entstehen Entwurf, bauliche Umsetzung und öffentliche Aktivierung; Bürger:innen, lokale Initiativen und Akteur:innen der Stadtgesellschaft gestalten mit. Die Installation soll Orte schaffen, die sowohl stille Nutzungen (z. B. Lesen) als auch gemeinschaftliche Ereignisse ermöglichen — ein flexibel nutzbarer Begegnungsraum und Experimentierfeld für städtische Öffentlichkeit.

Förderkontext: Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.
Das Programm fördert Kultur, Beteiligung und Demokratie in ländlichen Regionen; es wird vom BKM, BMLEH und weiteren Partnern getragen und stellt Mittel aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung bereit. Die Artists‑in‑Residence öffnen temporäre Arbeits‑ und Begegnungsräume an unterschiedlichen Orten im Landkreis und laden zur aktiven Teilhabe ein.

Ausblick und Teilnahmemöglichkeiten
Die Residenzen laufen von Juni bis August 2026; Bürger:innen sind ausdrücklich zur Beteiligung eingeladen — etwa durch Teilnahme an Werkstätten, Beiträgen für die Installation „Fraßspuren“ oder Mitwirkung an der Hofinstallation. Konkrete Termine und Beteiligungsformate werden lokal kommuniziert.

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