Mit einem klaren Votum verabschiedete Altenburgs Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr. Damit sind eine Reihe wichtiger Investitionen abgesichert worden, von denen unter anderem die städtischen Schulen profitieren. Die Ausgaben im Vermögenshaushalt steigen vor allem durch zusätzliche Baumaßnahmen um mehr als 2,3 Millionen Euro.
Dass die Stadt die Mehrausgaben stemmen kann, verdankt sie ihrer soliden Finanzpolitik der vergangenen Jahre. Überdies schöpft sie Möglichkeiten aus dem Thüringer Kommunalinvestitionsprogramm für die Jahre 2026 bis 2029. Für die Stadt Altenburg stehen daraus bis 2029 insgesamt rund 8,2 Millionen Euro zur Verfügung; für dieses Jahr sind aktuell 2.623.000 Euro eingeplant. Besonderheit des Programms ist, dass Zins und Tilgung vollständig durch das Land Thüringen übernommen werden. Damit können dringend notwendige Investitionen umgesetzt werden, ohne den städtischen Haushalt dauerhaft zusätzlich zu belasten.
Wohin fließt das Geld? Für die Dietrich‑Bonhoeffer‑Schule sind 900.000 Euro vorgesehen; damit sollen das Dach instandgesetzt, Elektroanlagen erneuert und ein multifunktionales Fachkabinett gebaut werden. In der Grundschule Platane werden für 180.000 Euro die Wärmeversorgungsanlagen und Heizkörper erneuert. Die Erneuerung der Heizungsanlage ist auch im Inselzoo geplant; hierfür stehen 280.000 Euro bereit.
Erhebliche Summen fließen in die städtische Infrastruktur: Die Mittel für Straßenunterhaltung und Gehwegreparaturen wurden um 150.000 Euro auf insgesamt 750.000 Euro erhöht.
Für Umbau und Modernisierung der öffentlichen Toilette am Kornmarkt stehen nun zusätzlich rund 160.000 Euro zur Verfügung — der Eingangsbereich soll verlegt werden, sodass man sie direkt vom Kornmarkt aus betreten kann. Zudem sollen robuste und selbstreinigende WCs eingebaut werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden voraussichtlich rund 295.000 Euro betragen.
Dank zusätzlicher Mittel kann auch der Aufzug am Bahnhof errichtet werden; die Kosten werden insgesamt voraussichtlich 180.000 Euro betragen. In der Mehrzweckhalle „Goldener Pflug“ sind 150.000 Euro für die Erneuerung der Innen‑ und Notbeleuchtung vorgesehen.
In der Skatbank‑Arena könnte in diesem Jahr bei Zusage von Fördermitteln zunächst die Planung für die Errichtung einer Tartanbahn beauftragt werden; dafür sind 150.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt sind für die aufwändige Sanierung und den Umbau der Skatbank‑Arena Ausgaben in Höhe von 2,996 Millionen Euro bis 2028 vorgesehen; der städtische Eigenanteil beläuft sich auf 750.000 Euro. Altenburg hat sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beworben. Je nach Bewilligung weiterer Fördermittel kann der städtische Eigenanteil auf rund 300.000 Euro sinken.
Der Nachtragshaushalt wurde bereits vom Landratsamt genehmigt. Im städtischen Fachbereich Finanzen richtet sich der Blick nun auf den nächsten Doppelhaushalt: Die Arbeiten in der Verwaltung am Etat für die Jahre 2027 und 2028 haben begonnen.
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