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Mitarbeitende des Klinikums Altenburger Land demonstrieren gegen die Krankenhauspolitik | Kämpferisch unter dem Brandenburger Tor - die Kolleginnen und Kollegen des Klinikums Altenburger Land

Kämpferisch unter dem Brandenburger Tor - die Kolleginnen und Kollegen des Klinikums Altenburger Land (Foto: Christine Helbig)

Mitarbeitende des Klinikums Altenburger Land demonstrieren gegen die Krankenhauspolitik

Pressemitteilungen
22.09.2023, 13:49 Uhr
Von: Christine Helbig
Am Feiertag zur Protestkundgebung nach Berlin

Die ca. 20 Mitarbeitenden des Klinikums Altenburger Land  hätten am Mittwoch einen angenehmen Feiertag im Kreise ihrer Familien verbringen können. Stattdessen fuhren sie zum bundesweiten Protesttag unter dem Motto "Alarmstufe ROT - Krankenhäuser in Not" nach Berlin.
Mit einem bundesweiten Protesttag und einer Zentralkundgebung in Berlin machten die Krankenhäuser am 20. September 2023 auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam. In verschiedenen Bundesländern gab es zudem landesweite Protestkundgebungen mit insgesamt mehr als 10.000 Demonstrierenden. Die Krankenhäuser fordern einen schnellstmöglichen Ausgleich der drastisch gestiegenen Kosten. Die inflationsbedingte Kostenentwicklung und die nicht refinanzierten Mehrkosten der Tarifabschlüsse bringen die Krankenhäuser in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Es braucht daher dringend eine faire Krankenhausfinanzierung. Die Koalitionsfraktionen im Bund wissen seit langem um die bundesweit prekäre Situation der Krankenhäuser - aber sie handeln nicht - und befördern damit den kalten Strukturwandel - auch im Freistaat Thüringen.  

"Die wohnortnahe Patientenversorgung durch Krankenhäuser ist ein elementarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung und muss gerade in einem Flächenland wie Thüringen aufrechterhalten werden. Uns drohen perspektivisch drastische Versorgungseinschränkungen, wenn der Inflations- und Tarifausgleich für die Krankenhäuser nicht zeitnah eingeführt wird. Die Krankenhausfinanzierung muss durch den Bund nachgebessert werden, schnellstmöglich", so das Fazit der Vorstandsvorsitzenden des Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e.V. und Geschäftsführerin des Klinikums Altenburger Land, Dr. Gundula Werner. Auch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gewinnt sie laufend neue Einblicke in das sehr komplexe Thema der Krankenhausfinanzierung. Inflationsbedingte Mehrkosten, wie bei Material, externen Dienstleistern, Lebensmitteln usw. treffen die Kliniken weiterhin mit großer Wucht. Die Krankenhäuser haben aber keine Möglichkeit, die gestiegenen Preise weiterzugeben. Die gesetzliche Refinanzierung der Preissteigerungen der Kliniken ist für das Jahr 2023 bei 4,3 Prozent gesetzlich gedeckelt. Die Inflation und die Tarifentwicklung liegen aber weit darüber.
Darüber machen sich auch die Kolleginnen und Kollegen am Klinikum Altenburger Land Sorgen. Sie nahmen teil, weil ihnen ihr Krankenhaus, das Klinikum Altenburger Land, wichtig ist und sie auf die Missstände der neuen Krankenhausreform aufmerksam machen wollten. Die großartige und kämpferische Stimmung auf dem Platz unter dem Brandenburger Tor war für alle beeindruckend. Vertreterinnen und Vertreter vieler Berufsgruppen im Krankenhaus brachten auf der Bühne ihre Nöte zum Ausdruck.  Die Mitarbeitenden des Klinikums Altenburger Land verbindet die Erwartung, dass sie von Gesundheitsminister Lauterbach und dieser Regierung mit ihrem Protest ernst genommen werden.

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