Gewalt von rechts, links und aus der Mitte der Gesellschaft bestimmt immer häufiger das öffentliche Leben. Angriffe auf kommunale Mandatsträger, Feuerwehrleute, Sanitäter, Lehrer und die Polizei nehmen zu. Auch die internationalen Beziehungen werden von Gewalt und Instabilität geprägt, mit zahlreichen kriegerischen Konflikten, die unermessliches Leid verursachen und die Menschen zur Verzweiflung treiben.
Inmitten dieser dunklen Realität erreicht mich jedoch eine Nachricht, die Hoffnung schenkt: Der britische Schauspieler, Filmemacher und Gründer der gemeinnützigen Organisation Peace One Day, Jeremy Gilley, erhielt den GOI Friedenspreis.
Der Name dieser Organisation ist Programm. Im Jahr 1999 hatte Gilley die Vision, einen globalen Tag des Waffenstillstands und der Gewaltlosigkeit zu schaffen. 2001 erklärten die Vereinten Nationen einstimmig den 21. September zum Internationalen Tag des Friedens. Frieden ist eine strategische Notwendigkeit; ohne ihn kann die Menschheit nicht gedeihen, und es können keine widerstandsfähigen Gesellschaften aufgebaut werden, die Lösungen für die miteinander verbundenen Krisen finden.
Frieden beginnt bei jedem Einzelnen von uns – durch die Entscheidungen, die wir treffen, die Worte, die wir wählen, und die Art und Weise, wie wir füreinander eintreten. Frieden ist kein Luxus, sondern die Grundlage für alles, was wir erreichen möchten.
Die Aussage von Jeremy Gilley: „Es ist an der Zeit, dass Regierungen Friedensförderung in ihre Außen- und Innenpolitik integrieren“, teile ich voll und ganz. Es ist bedauerlich, dass in unserer Gesellschaft weder der 21. September noch der 10. Dezember, der Tag der Menschenrechte, Beachtung finden. Hier wäre es eine Aufgabe der Medien, Abhilfe zu schaffen. Doch auch in diesem Jahr habe ich vergeblich gehofft, dass der Tag der Menschenrechte eine angemessene Würdigung erfährt. Es gibt genügend Gründe, auf die Menschenrechte mehr Wert zu legen – und das nicht nur in anderen Ländern.
Wäre Weihnachten nicht ein guter Zeitpunkt, um gründlich über Frieden nachzudenken und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen? Vielleicht könnte das kommende Jahr so zu mehr Frieden beitragen.
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