Anzeige
Klinikum 5
Auto-Batterie leidet unter Minusgraden und Kurzstrecken – so geben Sie sicher Starthilfe |

(Foto: StockSnap auf Pixabay)

Auto-Batterie leidet unter Minusgraden und Kurzstrecken – so geben Sie sicher Starthilfe

Ratgeber Pressemitteilungen
14.01.2024, 13:03 Uhr
Von: TÜV Thüringen – Mit Sicherheit in guten Händen!
Starthilfe-Ratgeber im Winter

Eisige Temperaturen lassen nicht nur Autoscheiben gefrieren, die Kälte setzt auch der Auto-Batterie enorm zu. Dennoch muss die Starterbatterie in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor beim Anlassen Schwerstarbeit verrichten. Gerade ältere Exemplare oder Batterien von generell eher selten oder vorrangig für Kurzstrecken genutzten Autos gehen deshalb bei Minusgraden schnell in die Knie. Ist die Kapazität zu gering, macht der Anlasser nur noch „klack“ und der Motor springt nicht mehr an. In einer solchen Situation hilft nur noch ein Fremdstart, der aber für viele Autofahrer ungewohntes Terrain ist. Achmed Leser vom TÜV Thüringen erklärt, worauf bei der Starthilfe zu achten ist.

„Wer statt einem Anruf beim Pannendienst lieber auf Starthilfe durch einen hilfsbereiten Autofahrer setzt, benötigt in erster Linie ein passendes Starthilfekabel. Ganz wichtig: Vor dem Fremdstart sollten alle Beteiligten noch einmal die Bedienungshinweise ihrer Fahrzeuge und die Gebrauchsanweisung des Starthilfekabels durchlesen. Bei modernen Fahrzeugen befindet sich die Starterbatterie oft nicht im Motorraum, dann gibt es in diesem einen separat gekennzeichneten Pluspol und Massepunkt. Die genutzten Kabel sollten in jedem Fall mit GS oder CE gekennzeichnet sein“, gibt Fahrzeugexperte Achmed Leser unsicheren Autofahrern mit auf den Weg.

Wenn alle Hinweise beachtet werden, ist der Starthilfevorgang eine recht einfache Angelegenheit. „Es sollten alle nicht benötigten Verbraucher in beiden Fahrzeugen ausgeschaltet werden, erst dann werden die Pluspole der Batterien verbunden. Dazu wird das Kabel mit den roten Kabelzangen zuerst an den Pluspol des spannungsgebenden Fahrzeugs angeschlossen, danach wird das Kabel mit dem Pluspol der entladenen Autobatterie verbunden. Im zweiten Schritt wird das Kabel mit den schwarzen Zangen an den Minuspol der Batterie des Geberfahrzeugs angeklemmt. Die andere Seite des Massekabels wird mit einem Massepunkt im Motorraum des Nehmerfahrzeugs verbunden.“ erklärt Achmed Leser vom TÜV Thüringen.

Erst wenn die Kabelverbindung zwischen beiden Fahrzeugen hergestellt ist, wird der Motor des starthilfegebenden Fahrzeugs gestartet. Nach einigen Sekunden kann auch der Motorstart beim hilfebedürftigen Fahrzeug versucht werden. Wenn der Startversuch erfolgreich war, sollten beide Fahrzeuge noch kurze Zeit mit verbundenen Batterien laufen. Zusätzlich können im Nehmerfahrzeug größere Verbraucher wie Licht und Gebläse eingeschaltet werden, um spätere Spannungsspitzen zu vermeiden. Jetzt können die Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge abgeklemmt werden: Zuerst das schwarze Kabel vom Massepunkt und Minuspol entfernen, danach wird die rote Kabelzange zuerst vom Geberfahrzeug und dann vom Nehmerfahrzeug entfernen und unnötige Verbraucher wieder ausschalten. Zeigt das Fahrzeugdisplay Fehlfunktionen an, dürfen diese keinesfalls ignoriert werden – stattdessen sollte fachkundige Hilfe gerufen oder direkt in die nächste Fachwerkstatt gefahren werden.

„Nach der Starthilfe sollte unbedingt eine längere Strecke mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden, um die entladene Batterie wieder aufzuladen. Es empfiehlt sich zudem, Kapazität und Ladezustand der Batterie von einer Fachwerkstatt prüfen zu lassen“, gibt Fahrzeugexperte Leser zu bedenken. Wer morgens keine böse Überraschung beim Starten des Fahrzeugs erleben möchte, sollte regelmäßig den Batteriezustand prüfen und gegebenenfalls über die Anschaffung einer speziellen Powerbank mit Fremdstartfunktion nachdenken. Damit kann man sich, zumindest was die schwächelnde Autobatterie anbetrifft, unabhängig von Pannendiensten oder hilfsbereiten Autofahrern machen. Vor der Benutzung sollten jedoch auch bei diesen Fremdstarthilfen unbedingt die Hinweise der Bedienungsanleitung beherzigt werden.

Auch Elektrofahrzeuge haben eine 12V-Batterie, welche für die Inbetriebnahme des Hochvoltsystems erforderlich ist. Wenn diese versagt ist der “Fremdstart“ ähnlich wie bei einem Verbrenner-Fahrzeug klassisch über ein Helferfahrzeug möglich. Auch in diesem Fall sollten vor dem Starthilfe-Versuch die Hinweise in der Bedienungsanleitung gründlich gelesen und beachtet werden. Da die “Starterbatterie“ der E-Autos eher kleiner dimensioniert sind, sollte auf einen nicht allzu großen Kapazitätsunterschied der Batterien zwischen Geber- und Nehmerfahrzeug geachtet werden. Andernfalls könnte es zu Überlastungen kommen. Bei diesem Fremdstart wird die 12V-Batterie des Nehmerfahrzeugs kurzzeitig vom Geberfahrzeug geladen. Dazu muss die Verbindung wie bei herkömmlichen Verbrenner-Fahrzeugen hergestellt und für einige Minuten mit laufendem Motor des Geberfahrzeugs bestehen bleiben. Dann kann das Elektrofahrzeug wieder in Betrieb genommen werden. Sollte trotz des Ladevorgangs die Inbetriebnahme nicht möglich sein, ist fachkundige Hilfe erforderlich.

Kommentare

CAPTCHA CAPTCHA
ALTENBURGER LAND AKTUELL +++ Sperrungen zum Altenburger Bauernmarkt +++ Eispiraten mit ersten Personalentscheidungen für die Saison 2024/25 +++ Aktuell zahlreiche bauliche Maßnahmen im Innen- und Außenbereich des Lindenau-Museums +++ 540.000 Euro Bundesmittel für Meuselwitz +++ Altenburger Aeneas Neumann vertritt Thüringen beim Bundesfinale +++