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„Wie das Kaninchen vor der Schlange“ | Die Altenburgerin Nany Scheffler (rotes Trikot) beim Torwurf und Gästespielerin Lea Cecile Schaffer

Die Altenburgerin Nany Scheffler (rotes Trikot) beim Torwurf und Gästespielerin Lea Cecile Schaffer (Foto: Wolfgang Wukasch)

„Wie das Kaninchen vor der Schlange“

Handball Sportgeschehen
10.10.2023, 12:17 Uhr
Von: Annekathrin Leipnitz
SV Aufbau Altenburg – SV Union Halle-Neustadt II 19:28 (6:12) | Handball Mitteldeutsche Oberliga

Fünf Spiele haben die Handballerinnen des SV Aufbau Altenburg in dieser Saison bereits absolviert – ein mageres Pünktchen resultiert aus den bisherigen Partien. Das bedeutet in Gänze derzeit den vorletzten Tabellenplatz in der Mitteldeutschen Oberliga. Auch in der Heimpartie vom vergangenen Wochenende konnten die Spielerinnen von Trainergespann Ronny Bärbig/ Antonio Rohr den „Bock nicht umstoßen“ und verloren deutlich mit 19:28 gegen die Reserve des SV Union Halle-Neustadt.

Nachdem die Skatstädter bereits in den Vorwochen mit enormen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatten, verletzte sich kurz vor dem Anpfiff auch noch Rückraumspielerin Simona Talarova. Ein herber Verlust für die Aufbau-Sieben, die erneut nur mit einer Rumpftruppe antreten konnte. Kurzerhand stellte Chefcoach Bärbig das Spiel unter das Motto „Jugend forscht“ und räumte den Nachwuchsspielerinnen des Vereins die Chance ein, sich in der höchsten Spielklasse Mitteldeutschlands zu beweisen. Leni Kröber, Emily Banach und Melina Bauer nahmen die Herausforderung an und lösten ihre Aufgabe gut. Dennoch fand das Altenburger Team nur schwer ins Team, denn auf der anderen Seite wartete ein voller Kader, große Dynamik und eine stabile Abwehr. „Wir hatten direkt Probleme, Lösungen in unserem Angriffsspiel zu finden. Jeder Fehlwurf mündete in einem Konter, jedes Tor wurde mit einer schnellen Mitte beantwortet. Wir agierten da erstmal ein bisschen wie das Kaninchen vor der Schlange“, fasste Bärbig das Geschehen in der ersten Halbzeit zusammen. Lediglich sechs eigene Tore gelangen dem Team von Kapitänin Gina Perkowski, das sich jedoch 23 Technik-Regel-Fehler leistete und die Gäste zum Torwerfen einlud. Mit dem Pausenpfiff lag man bereits mit sechs Toren in Rückstand, eine große Wende war also gefragt, um das Ruder noch einmal „rumzureißen“.

Doch auch in den zweiten 30 Minuten agierten lediglich die beiden Torfrauen in Normalform. Die Tore fielen eher in Einzelaktionen als aus dem Spiel heraus, die letzten 15 Minuten bäumten sich die Ostthüringerinnen aber nochmal auf und zeigten ihr Potenzial. Doch die Initialzündung kam viel zu spät, denn bereits in der 50. Minute lag Halle uneinholbar mit zehn Toren (12:22) in Front. „Wir machen aktuell eine schwere Phase durch. Aber das gehört eben auch zu einer Saison dazu. Wir arbeiten weiter in Ruhe und entwickeln uns und die Jugend weiter“, erklärte Coach Bärbig nach der Partie – auch mit Blick auf die lange Verletztenliste. Natürlich bleibt die Hoffnung bestehen, irgendwann wieder mit vollem Kader in Spiele gehen zu können.

Bis zur nächsten Partie bei den AAC Amazonen in Leipzig, derzeit direkter Tabellennachbar, wird dies zwar noch nicht gelingen, auf ein paar Rückkehrerinnen hofft Bärbig aber schon. Am Samstag, 14. Oktober, wird die Partie dann an der Sportoberschule der Messestadt ausgetragen. Mit Blick auf die bisherigen Ergebnisse könnte eine sehr ausgeglichene Partie entstehen.
 

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Mestyán, Perkowski (beide im Tor), Galonska (6/1 Tore), Klöppel (3), Kröber (1), Thurm, Scheffler (3), Bauer (1), Talarova, Banach, Bärbig (5/1)

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