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125 Jahre Radsport in Rositz – Jubiläumsveranstaltung im Kulturhaus mit zahlreichen Höhepunkten | Klaus Hüfner Sylvia Kummer Medien; Der ehemalige mehrfache DDR-Meister im Kunstfahren in den 1950er Jahren Klaus Hüfner ist ein gebürtiger Rositzer. Er überreichte Vereinschefin Sylvia Kummer einen nicht unerheblichen Betrag zur Weiterführung der Arbeit im Kunstradsportverein Rositz

Klaus Hüfner Sylvia Kummer Medien; Der ehemalige mehrfache DDR-Meister im Kunstfahren in den 1950er Jahren Klaus Hüfner ist ein gebürtiger Rositzer. Er überreichte Vereinschefin Sylvia Kummer einen nicht unerheblichen Betrag zur Weiterführung der Arbeit im Kunstradsportverein Rositz (Foto: Wolfgang Wukasch)

125 Jahre Radsport in Rositz – Jubiläumsveranstaltung im Kulturhaus mit zahlreichen Höhepunkten

Sportgeschehen Radsport
28.11.2023, 15:38 Uhr
Von: Wolfgang Wukasch
Jahrzehntelange Rositzer Radsporttradition lebte bei Gala des Hallenradsports wieder auf +++ Jubiläumsveranstaltung steht ganz im Zeichen des Hallenradsports – Showprogramm der Kunstfahrerinnen begeistert das Publikum

Rositz. Die 125-jährige erfolgreiche Rositzer Radsportgeschichte lebte nach über sechs Jahrzehnten (am 25.11.2023/ d. A.) im Rahmen einer Jubiläumsfeier im Kulturhaus Rositz noch einmal richtig auf. Wurden doch in gleicher Örtlichkeit 1961 im etwa 1952 durch die damalige SDAG erbauten Kulturhaus des ehemaligen Chemiestandortes die DDR-Meisterschaften im Kunstradfahren, Radpolo und Radball ausgetragen. Doch bereits schon einige Jahre zuvor gewann im Jahr 1954 der gebürtige Rositzer Klaus Hüfner den nationalen Einer-Kunstradtitel und fügte im Verlauf der folgenden Jahre noch einige hinzu. 

Am Jubiläumsnachmittag zur Feier „125 Jahre Radsport in Rositz“ zeigte sich der 82-jährige Ehrengast nicht nur begeistert von den Darbietungen der jungen Sportlerinnen des Kunstradsportverein Rositz e.V. (KSV Rositz e.V.) um das Trainerduo Sylvia Kummer und Romy Schindler mit einem unüberhörbarem „ich bin ganz einfach hin und weg“, sondern auch spendabel in Form eines Schecks, „zur Fortsetzung und weiteren Entwicklung eurer bislang so erfolgreichen sportlichen Entwicklung“, wie er sagte. 
 

Die Kunstradfahrerinnen des KSV Rositz trugen mit ihrem Showprogramm maßgeblich zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre Radsport in Rositz bei (Foto: Wolfgang Wukasch)

Die Historie des Rositzer Radsports liegt aber noch viel weiter zurück: Im Februar 1898 wurde durch die Rositzer Artur Hoffmann, Florus Dietze und Bruno Nündel ein Radfahrer Club gegründet. „Seitdem ist unser Ort, ja unsere gesamte Umgebung, eng, vor allem mit dem Hallenradsport, verbunden“, sagte unter anderem der Rositzer Bürgermeister Steffen Stange in seinen Grußworten und umriss vor allem die Entwicklung des Kunstradsports in den letzten Jahrzehnten. „Durch Sylvia Kummer wurde 1990 nach langer Abstinenz das Kunstradfahren in Rositz neu belebt, 2016 dann der Kunstradsportverein Rositz e.V. gegründet. Und unser KSV mit seinen derzeit 20 Mitgliedern hat sich in dieser Disziplin mittlerweile zur Nummer eins in Thüringen entwickelt“, so weiter der Bürgerchef. 

Mit Romy Schindler weiß die lizenzierte Trainerin Sylvia Kummer eine engagierte Übungsleiterin an ihrer Seite, ohne das eine derart trainingsintensive, aber überaus erfolgreiche Arbeit auch gar nicht möglich wäre, erfährt man weiter. „Und reichlich Unterstützung erhalten wir dankenswerter Weise zudem durch Angehörige unserer Mitglieder in jeder möglicher Form, dafür auch ein ganz dickes Dankeschön“, strahlt Sylvia Kummer. Die sportliche Erfolgsbilanz der derzeit 10 aktiven Mädels beeindruckt durch nahezu unzählige Meistertitel im Kunstradfahren auf Landes-, aber auch bei den Ostdeutschen Titelwettbewerben,, vom Einer bis hin zum Vierer. 

Im Rahmen der Gala überzeugten die KSV-Mädels mit ihrem Wettbewerbsübungen, als auch mit einem gelungenem Showprogramm. Wobei zum Gelingen der Gala aber auch die Kunstradfahrerinnen des Gastvereins SV Lauscha, die Rhönradfahrerinnen vom TuS Friesen unter Thomas Meißner und die Rad-Akrobatik des Thalheimer Bike-Trial-Champion Marco Thomä maßgeblich beitrugen. 

Beeindruckt von den Leistungen des KSV zeigten sich auch KSB-Vorstandsmitglied Martina-Fischer Lengowski, die, wie auch TRSV-Vizepräsident Knut Wesser, die sportlichen Leistungen des Vereins eingehend zu würdigen wussten. Während Holger Markowski, Chef des Rositzer Karnevalvereins locker durch das kurzweilige Programm führte, erinnerten sich auch „Ehemalige“ des Rositzer Radsports an ihre aktive Laufbahn. 

 

Rhönrad TuS Friesen; Die Rhönradfahrerinnen des TuS Friesen (Foto: Wolfgang Wukasch)

Mario Vogel beispielsweise erlernte im ehemaligen Rositzer Gasthof „Neue Welt“ unter BSG Chemie Rositz-Trainer Stefan Dopierala das Einmaleins des Radballs, spielte in der DDR-Liga und ist auch heute noch in der Radballabteilung des SV Blau-Gelb Ehrenberg e.V. aktiv. „Fünf Mannschaften hatten wir im Schüler-, Jugend- und Männerbereich im Spielbetrieb, ja Radball war in unserer Region eine Domäne, bekanntlich auch in Zechau, Nobitz, Langenleuba-Niederhain und eben auch in Ehrenberg“, erinnert sich Mario Vogel. 

Neue Radsportfreundinnen und -freunde dürften an jenem Jubiläumsnachmittag im Rositzer Kulturhaus für den Hallenradsport auch hinzugekommen sein: In den Pausen gab es „freie Trainings“ für die Kids auf Kunstfahrrädern und auch auf dem Trialbikes des Mehrfachmeisters Marco Thomä. „Dieser gelungene Nachmittag hier in unserem Kulturhaus mit den zahlreichen sportlichen Highlights war fast wie eine Neuauflage unserer legendären Sportgalas vor einigen Jahren“, meinte treffend Bürgermeister Steffen Stange. Dem ist nichts hinzuzufügen. 

Die Rositzer hatten immer und haben eben noch immer ein besonderes Faible für den Sport, egal welches Metier, welche Disziplin. Die Geschichte und die erfolgreiche Entwicklung des Rositzer Radsports von den Anfängen im Jahre 1898, die mit der Gründung eines Radfahrerclubs begann, über den Hallenradsport zu DDR-Zeiten, bis hin zur Gegenwart wird im Foyer des Kulturhauses mit Originalaufnahmen und Dokumenten eindrucksvoll belegt.
 

Die aktiven und überaus erfolgreichen Kunstfahrerinnen des KSV Rositz mit ihren Trainerinnen Sylvia Kummer und Romy Schindler (vorn von rechts) (Foto: Wolfgang Wukasch)

Die sportlichen Erfolge des KSV Rositz allein in diesem Jahr belegen die hervorragende Vereinsarbeit.

Ostdeutsche Meisterschaften:

Zweier Kunstradfahren Elite: Tabea Joanna Dallek/Anne-Katrin Eckart (Vizemeisterin);

Vierer-Einradfahren Elite: Anna Weidhase/Marie Celine Schindler/Tabea Joanna Dallek/Anne-Katrin Eckert (Vizemeisterin);

Landesmeisterschaften: Einer Kunstradfahren Schülerinnen U13: Lina Wießner (Landesmeisterin);

Einer Kunstradfahren Elite: Anne-Katrin Eckert (Landesmeisterin);

Zweier Kunstradfahren Elite: Tabea Joanna Dallek/Anne-Katrin Eckart (Landesmeister);

Vierer-Einradfahren Elite: Anna Weidhase/Marie Celine Schindler/Tabea Joanna Dallek/Anne-Katrin Eckert (Landesmeister);

Einer Kunstradfahren Schülerinnen U13: Hannah Otto (Vizemeisterin);

Zweier Kunstradfahren Elite: Marie Celine Schindler/Anna Weidhase (Vizemeister);

Einer Kunstradfahren Elite: Tabea Joanna Dallek (Vizemeisterin);

Einer Kunstradfahren Elite: Marie Celine Schindler (Bronzemedaille).  
 

(Foto: Wolfgang Wukasch)

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