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Aufstiegstraum des VC Altenburg in Gefahr |

(Foto: Finn Petermann)

Aufstiegstraum des VC Altenburg in Gefahr

Sportgeschehen Basket- & Volleyball
29.01.2024, 10:30 Uhr
Von: Marco Weber
Nach einem überzeugenden Start aus der Winterpause traten die Herren I des VC Altenburg die Reise nach Erfurt an, um wichtige Punkte im Endspurt der Saison einzufahren und dem Traum Thüringenliga einen Schritt näher zu kommen.

Mit der Heimmannschaft, der ersten Mannschaft des Erfurter VC, bekam man es dabei mit dem direkten Tabellennachbarn und dem wahrscheinlich größten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg zu tun. Trotz der bereits zeitlich fortgeschrittenen Saison sollte es das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften sein, welches schon als erstes kleines Endspiel gesehen werden konnte. Der zweite Gegner, die Mannschaft des SVV Weimar II, konnte in der Hinrunde souverän mit 3:0 besiegt werden.
 

Mit reichlich Motivation und Blick auf die Tabelle schickte Trainer Henning Sachse eine hochambitionierte Startsechs aufs Feld, um gegen das Team aus erfolgshungrigen Jugendspielern des VC Erfurt bereits von Satz 1 an Druck auszuüben. Der VC Altenburg kam gut in die Partie, konnte durch konstante Spielzüge und druckvolle Angabenserien der beiden Außenspieler Henry Sachse und Steffen Bender einen komfortablen Vorsprung von 15:8 erkämpfen. Doch die Erfurter kamen, bedingt auch durch die lautstarke Unterstützung des heimischen Publikums, immer besser ins Spiel, wurden selbstsicherer in ihren Aktionen und brachten mit ihren gefährlichen Angriffen über Außen die bis dahin sicheren Blocks der Altenburger in Bedrängnis. Der ausgebaute Vorsprung begann zu schmelzen. Zusätzliche Aufschlagsfehler der Altenburger gaben den Erfurtern zunehmende Sicherheit, womit es bereits im ersten Satz beim Stand von 24:24 in die „Verlängerung“ gehen sollte. Die Skatstädter verpassten den Moment sich nochmals wachzurütteln und gaben den ersten Satz mit 25:27 an die Heimmannschaft ab.

Bevor die Mannschaft zurück aufs Feld kehrte wurde an die überragende Anfangsleistung aus Satz 1 erinnert. Vielleicht wurden so die richtigen Stellen getroffen um das Optimum aus dem gleichbleibenden Startsechser herauszuholen. Es versprach Wirkung zu zeigen. Wuchtige Angriffe, allen voran von Diagonalangreifer Maximilian Sölch, sichere Annahmen und konstantere Blocks verhalfen, für die Altenburger untypisch, zum Gewinn des zweiten Satzes bei einem Endstand von 25:18.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Erfurter Truppe, trotz maximalen Fansupport, durch die eigene Leistung zu besiegen ist und gewiss nach dem Motto „Never change a winning team“ ging es unverändert in den dritten Satz. Es begann ein Schlagabtausch zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Trotz aufkommender Schwächen bei den eigenen Angaben konnten sich die Altenburger bis über die Hälfte des Satzes mit einem leichten Vorsprung als das etwas überlegenere Team absetzen. Doch die Erfurter bekamen nochmals Rückenwind und brachten erneut durch stark herausgespielte Angriffe die Blockreihe der Altenburger in Bedrängnis. Das Team fand spielerisch keine Lösung gegen die angreifenden Erfurter. Beim Stand von 20:23 musste ein Wechsel her um frischen Wind ins Spiel zu bringen und den Block zu stabilisieren. Der Mittelblocker Luca Monse kam in die Partie und bewies direkt einen Punkt nach seiner Hereinnahme mit einem Monsterblock senkrecht vor die Füße des Angreifers womit es die Erfurter jetzt zu tun haben sollten. Doch der Wechsel kurz vor Ende des Spiels genügte nicht, die Heimmannschaft sicherte sich den dritten Satz beim Stand von 22:25.

Der 4. Satz war somit entscheidend, gehen die Altenburger trotz starkem Auftritt punktlos gegen die Erfurter vom Feld oder können doch noch wichtige Punkte errungen und gleichzeitig dem direkten Gegner entrissen werden. Mittelblocker Monse blieb nach starkem erstem Eindruck auf dem Feld und sollte den Erfurtern die Freude am Spiel nehmen. Der Satz begann qualitativ hochwertig, der Tabellenspitze der Liga würdig. Den Erfurter Angriffen konnte diesmal durch eigens stark herausgespielte Bälle Paroli geboten werden. Primär durch den überragend aufspielenden Diagonalangreifer Max Sölch, später auch zum MVP gewählten Spieler, hatte der VC Altenburg keinen Grund sich von den harten Schlägen des Gegners einschüchtern zu lassen. Es begann ein regelrechter Krimi auf dem Spielfeld. Den Spielstand von 25:24 erreicht hatte der VCA alles in der Hand den wichtigen vierten Satz für sich zu entscheiden um Zählbares einzusacken, doch die Nerven setzten ein. Es zeigte sich wohl die größte Schwäche des Altenburger Spiels, die Angaben, welche wohl auch mit der Bedeutung des Spielausgangs im Hinterkopf zu einer enormen Last wurden. Somit kam Erfurt zurück ins Spiel, es setzte eine Punkteschlacht ein welche bei dem Stand von 28:30 für Erfurt sein Ende gefunden hat. Der VC Altenburg verpasst somit wichtige Zähler im „6-Punkte Spiel“ im Konkurrenzkampf um den Aufstieg gegen den direkten Kontrahenten.
 

Das Zweite Spiel des Tages bestritten die siegreichen Erfurter gegen die Herren des SVV Weimar II. Trotz mehrerer Rotationen bewiesen sie zuvor präsentiertes Können und gingen erneut mit einem 3:1 als Sieger vom Platz.
 

Nun galt es für die Altenburger den Spieltag, auch mit Blick auf die Tabelle, für sich selbst erträglich zu gestalten. Trainer Sachse nahm gegen die Weimarer Mannschaft zunächst einige Wechsel vor, wohlwissend der auftretenden Drucksituation. Zuspieler Peer Petermann bekam eine Pause, für ihn kam Marco Weber in die Partie. Jan Tetzlaff ersetzte Henry Sachse als Außenangreifer und der erfahrene Diagonalangreifer Yannic Kötteritzsch kam für Max Sölch in die Startsechs. Die Altenburger begannen dominant gegen routinierte Weimarer. Spielten sich mit viel Konstanz zu einem komfortablen Stand von 20:13. Doch der erste Satz des Spiels scheint den Altenburgern an diesem Spieltag nicht zu liegen. Durch auftretende Eigenfehler gaben die Altenburger den sicher geglaubten Sieg noch mit 24:26 an Weimar ab.

Um das Spiel zurück auf die Seite der Altenburger zu kippen kam Peer Petermann zurück auf die Zuspielposition. Durch unaufhaltsame Schläge des Außenspielers „Meister Propper“ Jan Tetzlaff und durch ein gutes Auge von Yannic Kötteritzsch konnte der zweite Satz souverän mit 25:13 gewonnen werden.

Sätze 3 und 4 wurden mit Unterstützung der Bankspieler auf Altenburger Seite locker runtergespielt. Während die Spielzüge mit überzeugender Ruhe ausgespielt wurden sorgte MVP Jan Tetzlaff mit seinen Angriffen für viel Unordnung in der Weimar-Abwehr. Mit den Endständen 25:18 und 25:15 konnten die Altenburger das Ruder noch herumreißen und einen ungefährdeten 3:1 Sieg für sich beanspruchen.      
      

Nach einer Nervenschlacht im ersten Spiel reisen die Altenburger mit 3 von möglichen 6 Punkten zurück in die Skatstadt und werden alles daran setzen am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse in der Wenzelhalle Revanche gegen den VC Erfurt zu nehmen. Ein Sieg muss zwingend erforderlich sein um das Ziel Aufstieg aus eigener Kraft zu erreichen.
 

Für den VCA unter Trainer Henning Sachse liefen auf:

S. Bender, Y. Kötteritzsch, K. Kraus, L. Monse, F. und P. Petermann, H. Sachse, D. Schwinge, C. Sommer, M. Sölch, J. Tetzlaff, M. Weber, J. Wetzel
 

Erfurter VC 1 - VC Altenburg 3:1 (27:25 / 18:25 / 25:22 / 30:28)

VC Altenburg - SVV Weimar e.V. II 3:1 (24:26 / 25:13 / 25:18 / 25:15)
 

(Foto: Finn Petermann)

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