Altenburg. Die JOB Chance hat sich erneut als wichtiger Treffpunkt für den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt erwiesen. Bei der fünften Auflage der Messe für Arbeit, Ausbildung und Pendler informierten sich am 29. August im „Goldenen Pflug“ in Altenburg insgesamt 1.789 Besucher bei 75 Ausstellern über berufliche Perspektiven.
Vertreten waren Unternehmen, Bildungsträger und Beratungsstellen aus der Region. Viele Besucher kamen mit konkreten Fragen zu Ausbildungsplätzen, Praktika und beruflichen Einstiegsmöglichkeiten. Zahlreiche Interessierte hatten außerdem bereits ihre Bewerbungsunterlagen dabei. Mehrere Unternehmen berichteten von aussichtsreichen Gesprächen und konkretem Interesse an ihren Ausbildungs- und Stellenangeboten.
Organisiert wurde die JOB Chance gemeinsam vom Landkreis Altenburger Land, der Stadt Altenburg, dem Jobcenter Altenburger Land, der Agentur für Arbeit Thüringen Ost und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen.
Marie-Luise Gerhardt und Daniela Kraus, Bildungskoordinatorinnen im Landratsamt Altenburger Land, zogen ein positives Fazit. Die Messe biete eine gute Gelegenheit, mit Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern persönlich ins Gespräch zu kommen und Fragen zur beruflichen Orientierung direkt zu beantworten.
„Mit rund 50 Ausbildungsbetrieben und mehr als 100 Ausbildungsberufen gab es dafür ein breites Angebot“, erklärten die Bildungskoordinatorinnen. Besonders wertvoll sei der persönliche Kontakt zu Ansprechpartnern, die junge Menschen bei ihrer beruflichen Entscheidungsfindung unterstützen können.
Auch der Kreisbauernverband Altenburg verzeichnete großen Zulauf. Landwirt Luca Brisch führte zahlreiche Gespräche mit jungen Interessierten und zeigte sich überzeugt, dass sich daraus konkrete Bewerbungen für Ausbildungsplätze in der Landwirtschaft entwickeln könnten. „Wenn man seine Branche aktiv vertritt, findet man auch Interessenten“, sagte Brisch. Der Kreisbauernverband wolle deshalb auch bei der JOB Chance 2027 wieder dabei sein.
Von einer „hervorragenden Resonanz“ berichtete Luca Theresia Jahn, Einrichtungsleiterin des Zentrums für Betreuung und Pflege am Jahnpark in Altenburg. Gesucht wurden unter anderem Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Beschäftigte im Servicebereich und Auszubildende. Viele Besucher seien gut vorbereitet an den Stand gekommen, einige hätten ihren Lebenslauf oder sogar vollständige Bewerbungsunterlagen abgegeben.
Auch die THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH nutzte die Messe zur Suche nach Nachwuchskräften und Fachpersonal. Personalleiterin Mandy Wagner führte vor allem Gespräche mit Interessierten an einer Tätigkeit als Busfahrer sowie im Bereich Kfz-Mechatronik. „Den einen oder anderen werde ich bald in einem Bewerbungsgespräch wiedersehen“, zeigte sie sich zuversichtlich.
Für die SHK-Innung Altenburger Land war die diesjährige Messe besonders erfolgreich. Obermeister Marco Heinig informierte über den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und suchte Auszubildende, Fachkräfte und Quereinsteiger. Von 70 mitgebrachten Informationsblättern waren am Ende nur noch zwei übrig.
Heinig verwies zudem auf die Praktikumsprämie des Freistaates Thüringen und der Handwerkskammer. Das Angebot werde von den Besuchern gut angenommen und habe zu besonders intensiven Gesprächen beigetragen. Er sei optimistisch, dass sich daraus neue Ausbildungsverhältnisse oder Arbeitsverträge ergeben.
Großen Andrang registrierte auch die POG Präzisionsoptik Gera GmbH. Das Unternehmen mit derzeit rund 260 Beschäftigten, das weiter wächst, sucht insbesondere Auszubildende für die Berufe Feinoptiker und Mikrotechnologe. Ausbildungskoordinator Marian Winkler berichtete von dauerhaft hohem Interesse und mehreren vielversprechenden Gesprächen. Einige Interessierte könnten das Unternehmen demnächst zunächst im Rahmen eines Praktikums kennenlernen.
Für die Breyden Altenburg GmbH war die JOB Chance ebenfalls ein Erfolg. Andreas Bernhard, Leiter der Instandhaltung, zeigte sich vom Besucherandrang unmittelbar nach der Eröffnung überrascht. Das Unternehmen habe viele gute Gespräche geführt und rechne damit, dass daraus möglicherweise auch neue Arbeitsverträge entstehen.
Die fünfte JOB Chance unterstrich damit erneut die Bedeutung persönlicher Begegnungen. Unternehmen und Institutionen konnten ihre Angebote direkt vorstellen, während Besucher konkrete Einblicke in verschiedene Branchen und berufliche Wege erhielten.
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