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Ostern auf Burg Posterstein: Bekamen Ritter schon Ostereier? | Burg Posterstein

Burg Posterstein (Foto: Ronny Franke)

Ostern auf Burg Posterstein: Bekamen Ritter schon Ostereier?

Kunst, Kultur & Freizeit Familie, Kinder & Jugend
21.03.2024, 16:37 Uhr
Von: Autor
Burg Posterstein ist österlich geschmückt und es gibt ein Ferien-Rätsel für Kinder. Am Wochenende vom 23./24. März finden auch Dreharbeiten statt.

23. März bis 7. April: Ostern auf Burg Posterstein

Wie wäre es mit einem Osterspaziergang von der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz über den idyllischen Sprotte-Erlebnis-Pfad zur Burg Posterstein? Dort zeigt das Museum unter anderem die Ausstellung „Der Mann unter der 1000-jährigen Eiche – Über den Umgang mit faszinierenden Baumdenkmalen“.

Die Burg Posterstein ist von 23. März bis 7. April österlich geschmückt und wer genau in die Ausstellungsräume schaut, entdeckt auch viele in verschiedenen Techniken bunt gestaltete Ostereier aus der Sammlung des Museums.

Für Kinder gibt es das Osterferien-Rätsel „Hatten Ritter schon Ostereier?“. Süße „Ritter-Küken“ helfen den Kindern dabei, richtige Ostereier-Experten zu werden. Denn in der ganzen Burg Posterstein verstecken sich spannende Infos und Hintergründe rund ums altbekannte Osterei. Seit wann werden Ostereier bemalt? Was hat das Ei mit Frühling, Fastenzeit und Schildkröten zu tun?

Die Bilder für das Ferien-Rätsel zeichnete diesmal Alamea Tamika Krause aus Schmölln, die vor den Osterferien ihr zweiwöchiges Schülerpraktikum im Museum Burg Posterstein absolvierte. Dort konnte sie in verschiedene Bereiche der Museumsarbeit hineinschnuppern – von der Besucherbetreuung und Veranstaltungsplanung, über Gestaltung und Kommunikationsarbeit bis hin zur Ausstellungsvorbereitung. Zur Geschichte der Ostereier fielen ihr nicht nur ein Ritter mit Ei und ein mit Ritterhelm gut geschützter Osterhase ein, sondern auch niedliche Ritter-Küken. Ihre kreativen Oster-Motive schmücken nun das Rätsel-Heft, das jedes Kind beim österlichen Museumsbesuch bekommt. Für die richtige Lösung der teils kniffeligen Aufgaben gibt es eine kleine Belohnung.

Für das Ferien-Rätsel braucht es keine Voranmeldung – kommen Sie einfach während der Öffnungszeiten des Museums vorbei.
 

23./24. März: Dreharbeiten im Gerichtsraum der Burg

Wer am vergangenen Wochenende (16./17. März) auf Burg Posterstein zu Gast war oder die Burg am kommenden Wochenende (23./24. März) besucht, dem begegnen unter Umständen mittelalterliche Richter, Handwerker und Bäuerinnen oder gar der Burgherr Georg Pflugk selbst. Das sind die Laiendarstellerinnen und -darsteller des Traditionsvereins Altenburger Prinzenraub e.V. Unter der Regie des Schauspielers Robert Gregor Kühn und der Schauspielerin Marcella von Jahn stellen sie echte Postersteiner Gerichtsfälle nach. Kameramann ist der TV-Journalist Gunter Auer aus Altenburg.

Beleidigung, Diebstahl, Mord – wie urteilte da das Postersteiner Gericht? Denn der Burgherr besaß seinerzeit das Recht über „Hals und Hand“ der Bewohner von 22 Orten zu richten oder über Kauf-, Vormundschafts- und Erbschaftsverträge zu entscheiden.

Wegen der Dreharbeiten ist der Gerichtsraum an diesem Wochenende nicht zugänglich. Doch die restliche Burg kann wie gewohnt besichtigt werden. Die fertigen Filme werden Teil der kommenden Ausstellung „Schlag um Schlag – Die Burg als Gerichtsort“, Teil 1 der Ausstellung „Burg Posterstein – Trutzig seit 1191“ zum Thüringer Burgenjahr. Sie ist ab 12. Mai 2024 zu sehen.
 

Hintergrundinfo zur aktuellen Ausstellung:

verlängert bis 4. August 2024

Der Mann unter der 1000-jährigen Eiche – Über den Umgang mit faszinierenden Baumdenkmalen

Egal, ob sie nun 1000 Jahre alt ist oder noch nicht ganz, die Nöbdenitzer Eiche, mit dem Grab eines Ministers in den Wurzeln, ist einzigartig. Die Sonderschau „Der Mann unter der 1000-jährigen Eiche – Über den Umgang mit faszinierenden Baumdenkmalen“ stellt den Sachsen-Gotha-Altenburgischen Minister Hans Wilhelm von Thümmel und sein Grab unter der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz vor. Darüber hinaus geht es um die Frage: Was braucht es, damit Bäume heute noch so alt werden können?

Eine Bildergalerie erzählt die Geschichten von 39 beeindruckenden Eichen aus ganz Europa – darunter aus Frankreich, England, Dänemark, Schweden, Polen und Tschechien. Dafür stellten uns über 40 engagierte Baum-Liebhaber Fotos und Informationen zur Verfügung, darunter Forstwissenschaftler, Künstler, Vereine, Museumskollegen, Touristiker und Fotografen.

Auf Grund der Internationalität der Eichen und der Kooperationspartner ist die Ausstellung zweisprachig, auf Deutsch und Englisch.

Zur Ausstellung erscheint eine aktualisierte Neuauflage der vergriffenen Thümmel-Biografie von 2016.

Die Sonderschau begleitet eine digitale Ausstellung: burg-posterstein.de/baumdenkmale
 

Hintergrundinformationen zur Ausstellung

 

Die Ausstellung nimmt ihren Ausgangspunkt im nahe Posterstein gelegenen Ort Nöbdenitz, stellt dann aber mächtige und alte Eichen aus ganz Europa vor. Ganz unterschiedlich gehen Menschen mit diesen Bäumen um, aber fast überall begegnet man ihnen mit Ehrfurcht und Faszination.

Darüber hinaus geht es um die Eiche als Naturdenkmal und als Lebensraum. Welche Bedingungen braucht sie, um so alt zu werden wie die Nöbdenitzer Eiche? Welche Eichen im Landkreis Altenburger Land haben das Potential dazu, so alt zu werden, wenn wir ihnen den Raum dafür lassen?

Manche der vorgestellten Eichen sind Kultur- und Naturdenkmal in einem. Genauso ist es bei der Nöbdenitzer Eiche, aber auch bei der zu einer Kapelle umgebauten Eiche im französischen Allouville, der Körnereiche im tschechischen Karlsbad oder der Chrobry-Eiche im polnischen Piotrowice, deren Eicheln der Papst segnete. Die Eichengeschichten sind vielfältig.

Die Ausstellung ist Teil des Thümmel-Jahres im Altenburger Land, das die Person und das Wirken des bedeutenden Staatsmannes Hans Wilhelm von Thümmel ein ganzes Jahr lang mit Veranstaltungen und Ausstellungen in den Mittelpunkt stellt. Mehr Informationen zu Thümmel gibt es in der Dauerausstellung des Museums, im Blog des Museums und im Podcast „LeseZEIT auf Burg Posterstein“.
 

Ein außergewöhnliches Grab: Die 1000-jährigen Eiche von Nöbdenitz

Die 1000-jährige Eiche von Nöbdenitz ist nicht nur ein beeindruckendes Naturdenkmal, sondern der einzige bekannte Baum Deutschlands, in dem sich eine Grabstätte befindet. Seit 1824 birgt sie die letzte Ruhestätte des Sachsen-Gotha-Altenburgischen Ministers Hans Wilhelm von Thümmel. Seit mehr als hundert Jahren heißt sie im Volksmund „Die Tausendjährige“. Die Schätzungen über das Alter des Baumes gehen weit auseinander und reichen von 600 bis 1200 Jahren.

Die Nöbdenitzer Eiche ist eine Stieleiche (Quercus robur) und steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu Pfarrhof und Kirche, direkt an der Dorfstraße. Sie ist zwölf bis vierzehn Meter hoch und besitzt, direkt auf Bodenhöhe bemessen, einen Umfang von über zwölf Metern. Damit zählt sie zu den mächtigsten Eichen Deutschlands.

Wegen des Befalls durch einen Pilz ist der Stamm vollkommen hohl. Schon bei einem Gewittersturm 1819 verlor sie ihre Hauptkrone. Seither bilden zwei untere Äste eine Nebenkrone. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Baum einen Adventivstamm, einen Jungstamm, gebildet. Noch immer treibt sie jedes Jahr neues Laub und bringt viele Eicheln hervor.

Schon Jahre vor seinem Tod kaufte Hans Wilhelm von Thümmel die uralte Eiche von Nöbdenitz als zukünftige Grabstätte von der Kirchgemeinde. 1824 dann wurde er tatsächlich in einer gemauerten Gruft in den Wurzeln des Baumes mit behördlicher Genehmigung beigesetzt. Zu Lebzeiten ließ Thümmel bereits erste Eisenringe anbringen, um den Baum möglichst lange Zeit zu bewahren. Seither sind weitere Stützsysteme hinzugekommen.
 

Thümmel-jahr 2024 im Altenburger Land

Zum 280. Geburtstag und 200. Todestag im Jahr 2024 widmet sich das Altenburger Land dem Leben und Wirken des verdienstvollen Politikers Hans Wilhelm von Thümmel auf vielfältige Weise.

Die Sonderschau auf Burg Posterstein ist Teil des Thümmel-Jahres im Altenburger Land unter Schirmherrschaft des Landrates.
 

Bunt, auffällig und immer ein Blickfang!

Überall, wo diese Figur zu sehen ist, gibt es spannende Geschichten und Aktionen zum Minister Hans Wilhelm von Thümmel zu entdecken.

Das Logo des Thümmel-Jahres gestaltete der Künstler

Michael Fischer-Art | fischer-art.de
 

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