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„Verbotene Liebe“ und Porzellan im Residenzschloss Altenburg | Blick ins Empirezimmer des Residenzschlosses, 2020, rechts das Portrait Prinzessin Alexandras von Sachsen-Altenburg (1830–1911) von der Hand Friedrich Kaulbachs, 1859, zentral vor den Fenstern zwei der russischen Prunkvasen mit Miniaturen nach Genreszenen der niederländischen Maler Gabriel Metsu und Thomas Wijck

Blick ins Empirezimmer des Residenzschlosses, 2020, rechts das Portrait Prinzessin Alexandras von Sachsen-Altenburg (1830–1911) von der Hand Friedrich Kaulbachs, 1859, zentral vor den Fenstern zwei der russischen Prunkvasen mit Miniaturen nach Genreszenen der niederländischen Maler Gabriel Metsu und Thomas Wijck (Foto: Frank Burchert)

„Verbotene Liebe“ und Porzellan im Residenzschloss Altenburg

Kunst, Kultur & Freizeit
03.04.2024, 12:12 Uhr
Von: Steven Ritter, KAG Altenburger Museen
Tag des Thüringer Porzellans

Mehrere Angebote des Schloss- und Spielkartenmuseums Altenburg stehen zum diesjährigen Tag des Thüringer Porzellans am 7. April 2024 ganz im Zeichen des „Weißen Goldes“: Um 11 Uhr findet ein Vortrag über die Altenburger Porzellanschätze statt, und ab 15.30 Uhr können Kinder und Erwachsene in einem Workshop selbst Kaltporzellan modellieren. Auch am darauffolgenden Sonntag, dem 14. April 2024, wird es einen zweiten Workshop zum Bemalen von Kaltporzellan geben.

Ausgangspunkt des Vortrags von Dr. Jutta Reinisch ist die Beziehung zwischen Prinzessin Alexandra von Sachsen-Altenburg (1830–1911), der jüngsten überlebenden Tochter Herzog Josephs von Sachsen-Altenburg (1789–1868), und Großfürst Konstantin Nikolajewitsch (1827–1892) Romanow, dem zweiten Sohn des Zaren Nikolaus I. (1796–1855). Nach zweijähriger Beziehung heirateten sie 1848. Der damit zur Großfürstin gewordenen Alexandra Iosifowna verdankt das Altenburger Residenzschloss mehrere Prachtstücke aus russischem Porzellan, die sie entweder schicken ließ oder bei Besuchen mitbrachte.
Zwei solcher Vasen aus der kaiserlichen Porzellanmanufaktur in St. Petersburg werden in dem Vortrag vorgestellt: Reich verziert mit Blattgold, zeigen sie Gemälde aus dem niederländischen Goldenen Zeitalter, dem 17. Jahrhundert: ein Paar beim gemeinsamen Musizieren und eines beim Austernfrühstück. Solche Genreszenen waren beim europäischen Adel im 18. Jahrhundert sehr beliebt, und so wählten auch die Porzellanmaler sie als Vorlagen. Im Rahmen des Vortrags wird unter anderem der Frage nachgegangen, warum das vermeintlich harmlose Beisammensein der abgebildeten Paare nach damaligen Maßstäben als „unanständig“ galt und warum es sich bei der Darstellung keinesfalls um „echte“ Liebe handelte. Im Anschluss werden die Exponate besichtigt.

Für alle Besucherinnen und Besucher, die praktisch arbeiten wollen, bietet das Schloss- und Spielkartenmuseum zum Tag des Thüringer Porzellans zudem Workshops an: Beim Workshop „Ganz in Weiß…“ modellieren Kinder und Erwachsene Figuren aus Kaltporzellan. Beim darauffolgenden Workshop „Blau auf Weiß“ (am 14.4.) können die Werke dann farbig verziert werden. Für Neuankömmlinge steht bei diesem zweiten Workshop eine Auswahl an Porzellangefäßen zum Bemalen bereit.

 

Die Veranstaltungen im Überblick:

Sonntag, 7. April 2024, 11 Uhr
Vortrag: „Verbotene Liebe – Die Porzellangeschenke Prinzessin Alexandras aus Russland“ 
mit anschließender Besichtigung
im Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg

mit Dr. Jutta Reinisch, Kunsthistorikerin
3 EUR p. P.

 

Sonntag, 7. April 2024, 15.30 bis 17 Uhr
Workshop: „Ganz in Weiß ...“ (Modellieren von Kaltporzellan)

im Schloss- und Spielkartenmuseum und in der Geschichtswerkstatt

4/3 EUR Unkostenbeitrag Erwachsene/Kinder

 

Sonntag 14. April 2024., 11 bis 13 Uhr,
Workshop: „Blau auf Weiß“ (Bemalen von Porzellan und selbst modelliertem Kaltporzellan)

im Schloss- und Spielkartenmuseum und in der Geschichtswerkstatt
4/3 EUR Unkostenbeitrag Erwachsene/Kinder

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