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Zwei Ausstellungen zum Burgenjahr und Familienveranstaltungen | Burg Posterstein

Burg Posterstein (Foto: Museum Burg Posterstein)

Zwei Ausstellungen zum Burgenjahr und Familienveranstaltungen

Kunst, Kultur & Freizeit Familie, Kinder & Jugend
24.05.2024, 16:33 Uhr
Von: Museum Burg Posterstein
Neben Sommerferien-Rätsel und Großem Steckenpferdturnier eröffnen wir im August auch Teil 2 unserer Ausstellungsreihe „Burg Posterstein – Trutzig seit 1191“ zum Thüringer Burgenjahr.

Zu sehen bis 17. November 2024:

Burg Posterstein – Trutzig seit 1191, Teil 1: Schlag um Schlag – Die Burg als Gerichtsort

12. Mai – 17. November

Die Ausstellung "Schlag um Schlag – Die Burg als Gerichtsort" ist Teil 1 der Ausstellungsreihe "Burg Posterstein – Trutzig seit 1191". Im Mittelpunkt steht die Burg als Ort, an dem Gericht gehalten und Recht gesprochen wurde.
 

Der Burgherr war auch Richter++

Auf vielen Burgen war der Burgherr auch der Richter. Zumindest besaß er das Recht, über seine Untertanen zu richten. Jedes Testament, jeder Verkauf, jede Vormundschaft ging über seinen Tisch und brachte ihm Geld ein.

Die Dorfordnung und die Rügegerichtsordnung regelten, was man durfte oder nicht durfte und welche Strafe man zu erwarten hatte, wenn man die Vorschriften nicht einhielt. Oberstes Gebot war, dass sich „jeder eines ehrbaren und gotteswohlgefälligen Lebens befleißigen“ sollte.
 

Echte Postersteiner Kriminalfälle

Aber auch in Posterstein hielt sich nicht jeder an geltende Gebote: Unzucht, Mord und andere Untaten kamen vor Gericht.

Seit dem 16. Jahrhundert wurden professionelle Advokaten angestellt. Ihnen zur Seite standen die Laienrichter und Schöffen aus der Dorfgemeinschaft. Folter als Mittel der Beweisaufnahme war üblich. Diese so genannte „peinliche Befragung“ durfte jedoch nur angewendet werden, wenn ausreichend Indizien für die Täterschaft vorlagen.

Seit 1528 gibt es Postersteiner Gerichtsbücher. Sie verraten viel über die Menschen und ihre Zeit. Spannende Fälle passierten nicht jeden Tag in Posterstein. Für die Ausstellung wurden einige ausgewählt und von Laiendarstellern des Traditionsvereins Altenburger Prinzenraub e.V. und der Gefolgschaft zu Posterstein unter Anleitung von Profis nachgespielt. Als kurze Filme werden sie in der Ausstellung zu sehen sein.

Der Gerichtsraum der Burg wird der Hauptschauplatz dieser Ausstellung sein. Das Museum Burg Posterstein präsentiert anlässlich des Thüringer Burgenjahres von “Thüringen entdecken” neueste Forschungsergebnisse zur Geschichte der Gerichtsbarkeit der Burg.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Freistaat Thüringen - Thüringer Staatskanzlei.

 

Zu sehen bis 4. August 2024:

Der Mann unter der 1000-jährigen Eiche – Über den Umgang mit faszinierenden Baumdenkmalen

28. Januar bis 4. August

Egal, ob sie nun 1000 Jahre alt ist oder noch nicht ganz, die Nöbdenitzer Eiche, mit dem Grab eines Ministers in den Wurzeln, ist einzigartig. Die Sonderschau „Der Mann unter der 1000-jährigen Eiche – Über den Umgang mit faszinierenden Baumdenkmalen“ stellt den Sachsen-Gotha-Altenburgischen Minister Hans Wilhelm von Thümmel und sein Grab unter der 1000-jährigen Eiche in Nöbdenitz vor. Darüber hinaus geht es um die Frage: Was braucht es, damit Bäume heute noch so alt werden können?

Eine Bildergalerie erzählt die Geschichten von 39 beeindruckenden Eichen aus ganz Europa – darunter aus Frankreich, England, Dänemark, Schweden, Polen und Tschechien. Dafür stellten uns über 40 engagierte Baum-Liebhaber Fotos und Informationen zur Verfügung, darunter Forstwissenschaftler, Künstler, Vereine, Museumskollegen, Touristiker und Fotografen.

Auf Grund der Internationalität der Eichen und der Kooperationspartner ist die Ausstellung zweisprachig, auf Deutsch und Englisch.

Zur Ausstellung erscheint eine aktualisierte Neuauflage der vergriffenen Thümmel-Biografie.

Die Sonderschau begleitet eine digitale Ausstellung: burg-posterstein.de/baumdenkmale

 

20. Juni bis 4. August

Sommerferien: Von Gerechten und Gerichteten – Showdown vor dem Burgherrn

Auf vielen Burgen war der Burgherr auch Richter und sorgte für Recht und Ordnung. Auch auf Burg Posterstein und nicht nur im Mittelalter.

Im Sommerferien-Rätsel „Von Gerechten und Gerichteten“ werden Kinder von 20. Juni bis 4. August zu Gerichtsdienern des Burgherrn von Burg Posterstein: Ein Diebstahl wurde begangen und in der Burg sind Hinweise auf den Täter versteckt. Wer den Fall löst, lernt nicht nur eine Menge über die Geschichte, sondern es lockt auch eine Belohnung.

Zum Mitmachen geht man einfach ins Museum und bekommt das Rätsel mit auf den Weg. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Thematisch lehnt sich das Rätsel an die Ausstellung "Schlag um Schlag – Die Burg als Gerichtsort" – von 12. Mai bis 17. November auf Burg Posterstein – an. Darin werden echte historische Kriminalfälle neu aufgerollt und sogar als Film nachgestellt.

18. August bis 17. November

Burg Posterstein – Trutzig seit 1191, Teil 2: Stein auf Stein – Von der Wehrburg ins Heute

In der Ausstellung “Stein auf Stein – Von der Wehrburg ins Heute”, dem zweiten Teil der Ausstellung “Burg Posterstein – Trutzig seit 1191”, steht die Geschichte der Burg Posterstein im Mittelpunkt. Das Museum Burg Posterstein nimmt das Thüringer Burgenjahr von “Thüringen entdecken” zum Anlass, neueste Forschungsergebnisse zur Burggeschichte zu präsentieren.

Die Burg Posterstein ist eine der markantesten Burgen in Thüringen. Gegründet wurde sie um 1191 von einem Ministerialen, einem Ritter, im Dienste Kaiser Friedrich I. („Barbarossa“). Burg Posterstein war Teil eines Netzes aus Verteidigungsanlagen, das die deutschen Siedler im 12. Jahrhundert aufbauten, als sie das Land im Osten, das „Osterland“, für sich beanspruchten. Hier gibt es weitere Informationen zur Burggeschichte.
 

Von der Wehrburg bis Heute+++

Die Ausstellung zeigt Burg Posterstein als beispielhafte Ministerialenburg. Dabei steht im zweiten Ausstellungsteil besonders die Baugeschichte im Mittelpunkt. Die Sonderschau erzählt, wie die Burg Posterstein im Lauf der Zeit von der Verteidigungsanlage zum Wohnschloss und später zum Museum umgebaut wurde.

Derzeit findet bei laufendem Museumsbetrieb das größte Bauprojekt der neueren Burggeschichte statt: Der Wiederaufbau des Nordflügels der Burg. Das zeigt: Die Burggeschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt, sondern kann live miterlebt werden. Auch jetzt schon, können Sie den Stand der Bauarbeiten in unserem Bautagebuch mitverfolgen.

Es erscheint eine Publikation zur Burggeschichte.

Ausstellungseröffnung: 18. August, 15 Uhr, Neue Scheune Posterstein, mit Filmvorführung.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Freistaat Thüringen - Thüringer Staatskanzlei.

20. September, 10:30–14:00

6. Großes Steckenpferd-Turnier

Jedes Jahr am Weltkindertag lädt das Museum Burg Posterstein tapfere Burgfräulein und Ritter zum Großen Steckenpferdturnier ein. Der mittelalterliche Herold Radolf zu Duringen, der sonst auf dem Großen Mittelalterspektakel die Turniere der „echten“ Ritter zu Pferde fachmännisch kommentiert, moderiert auch das 6. Große Steckenpferdturnier der Nachwuchsritter.

Die Ritter der Gefolgschaft zu Posterstein stehen den Kindern bei ihrem großen Auftritt zur Seite. Mit ihrem Steckenpferd absolvieren sie einen kleinen Parcours auf dem Turnierplatz vor der Burg, bei dem es um Tempo und Geschicklichkeit geht. Unterteilt wird in zwei Altersgruppen: bis 6 Jahre und über 6 Jahre. Das Wichtigste: Bei diesem Turnier gibt es nur Gewinner!

Die Zeit bis Turnierbeginn vertreiben sich die Teilnehmer am besten in der Familien-Ausstellung „Die Kinderburg“, auf dem 25 Meter hohen Burgturm und bei einem kleinen Programm vor der Burg Posterstein.

Die Gefolgschaft zu Posterstein präsentiert ihre Waffen, Radolf zu Duringen erzählt Märchen aus dem Märchenkoffer und Heide’s Bunte Welt aus Dobitschen schminkt die Turnierteilnehmer passend für den Anlass.

 

Ablauf des 6. Steckenpferdturniers am Weltkindertag

Die Anmeldung zum Turnier findet ab 10.30 Uhr vor der Burg statt – die Startgebühr für das Turnier ist der normale Eintritt in die Burg Posterstein.

Turnierbeginn ist 11.30 Uhr für kleinere „Ritterinnen“ und Ritter bis 6 Jahre. Im Anschluss zeigen die größeren Kinder ihr Können.

Für ihren Mut erhalten alle eine ganz besondere Urkunde.

Für eine Stärkung ist gesorgt. Wer in ritterlichem Kostüm erscheint, erhält ein Freigetränk.

 

Die Steckenpferde

Eigene Steckenpferde sollten mitgebracht werden. Aber es stehen auch „Leihpferde“ aus dem Steckenpferd-Gestüt der Burg Posterstein zur Verfügung.
 

Individuelle Postersteiner Steckenpferde

Darüber hinaus gibt es stabile, hölzerne Steckenpferde zu kaufen, die in der Holzwerkstatt der Horizonte gGmbH in Altenburg sozial und regional in limitierter Auflage gefertigt wurden. HORIZONTE ist Träger komplementärer Angebote für Menschen mit psychischen beziehungsweise psychiatrischen Erkrankungen, für seelisch behinderte Menschen und für Menschen mit Suchterkrankungen. Gesellschafter ist die Evangelische Lukas-Stiftung Altenburg. Die Horizonte gGmbH ist Teil der Diakonie Mitteldeutschland.

 

28. September bis 20. Oktober, ganztags

Herbstferien: Bauer sucht Sau? – Schweine, Vögel und das Leben auf dem Acker

Bauern sorgen für das Wichtigste im Leben: Nahrung. Ob vom Feld oder durch Tierzucht, ob im Mittelalter, vor 200 Jahren oder heute. Und das war harte Arbeit! Doch ein Bauernleben in früheren Zeiten musste nicht nur mühsam sein. In den Herbstferien können Ferienkinder viele Antworten auf spannende Fragen ernten: Wie lebten Bauern und Bäuerinnen im Mittelalter? Wie feierte man vor 200 Jahren Bauern-Partys? Was hatten Landwirte mit Vögeln am Hut? Und das Wichtigste – warum sucht der Bauer eigentlich ein Schwein? Burg Posterstein nimmt euch (symbolisch) mit auf den Acker!

Für das Ferien-Rätsel braucht es keine Voranmeldung – kommen Sie einfach während der Öffnungszeiten des Museums vorbei.

Außerdem: Familien-Ausstellung “Kinderburg”

 

Die Kinderburg-Ausstellung beantwortet von Kindern gestellte Fragen zur Burggeschichte kurz und knapp. In Kostüm und mit Schatzkarte erkunden junge Ritterinnen und Ritter die ganze Burg. Hier lesen Sie mehr zur Kinderburg.
 

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