Warum haben wir eine solche Frage wie in der Überschrift überhaupt gestellt? Unsere Erfahrungen zeigen, dass vielen, vor allem jungen Menschen die Städte Hiroshima und Nagasaki kaum noch etwas sagen. Das Leid, das viele Japaner bis heute durch die beiden Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 erleiden, wird kaum noch gesehen. Deshalb ist es uns wichtig zu zeigen, wie ein solches Ereignis uns und unseren Landkreis verändern würde.
Gerade in der heutigen Zeit, wo in Deutschland und der EU ernsthaft über den Bau von Atomwaffen nachgedacht wird und eine Rüstungsmaschinerie von ungeheurem Ausmaß in Gang gesetzt wurde, ist ein Erinnern mehr als notwendig. Die beiden ersten und bisher einzigen eingesetzten Atombomben waren relativ klein und haben doch 2 Städte vollständig zerstört und bis Ende 1945 200 000 Menschen das Leben gekostet. Bis zum heutigen Tag sind weitere Zigtausend an den Folgen gestorben.
Die Lehre aus den Ereignissen in Hiroshima und Nagasaki kann eigentlich nur sein: Atomwaffen dürfen nie wieder zum Einsatz kommen! Und doch werden wieder mehr dieser Waffen produziert und modernisiert wie gerade wieder in Büchel. Weltweit gibt es 12321 Atomwaffen. Die neuen Waffen haben eine bis zu 80 mal größere Sprengkraft als die in Hiroshima eingesetzte. Das reicht, um die Welt mehrmals zu vernichten. Wollen wir das?
In seinem Grußwort hat der Präsident der Bürgermeister für den Frieden Kazumi Matsui unter anderem geschrieben:
„In Zeiten wie diesen ist es unerlässlich, im Geiste Hiroshimas zu handeln – eines Geistes, der sich nach dem friedlichen Zusammenleben und dem Wohlstand der gesamten Menschheit sehnt. Dieser Geist ist eng mit dem Appell der Hibakusha verbunden, die, nachdem sie vergangenes Leid ertragen und Hass überwunden haben, darauf bestehen, dass niemand jemals so leiden soll wie sie. Um die politischen Entscheidungsträger, die Sicherheitspolitiken verfolgen, die auf engstirnigen Eigeninteressen und nuklearer Abschreckung beruhen, zum Umdenken zu bewegen, dürfen wir, die wir eine wahrhaft friedliche Welt anstreben, niemals aufgeben. Stattdessen müssen wir uns noch stärker dafür einsetzen, einen Konsens in der Zivilgesellschaft für die Abschaffung von Atomwaffen zu erzielen.“
Dem können wir uns nur anschließen.
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