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Von Lieferstatus bis Zollgebühr: Abzocke mit Fake-SMS nimmt zu | Verbraucherzentral Thüringen

Verbraucherzentral Thüringen (Foto: Ronny Franke)

Von Lieferstatus bis Zollgebühr: Abzocke mit Fake-SMS nimmt zu

Ratgeber Pressemitteilungen
20.11.2023, 17:50 Uhr
Von: Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
Verbraucherzentrale Thüringen warnt vor gefälschten Paket-Benachrichtigungen und Zahlungsaufforderungen

Handynutzer nicht nur in Thüringen sehen sich aktuell einer wahren Welle gefälschter SMS-Benachrichtigungen ausgesetzt. In den Textnachrichten werden Betroffene aufgefordert, per Klick auf einen Link ihre Adresse für eine Paketlieferung zu aktualisieren oder Zollgebühren durch Eingabe ihrer Kreditkartennummer zu begleichen. Die Verbraucherzentrale Thüringen warnt: Klicken Sie nicht auf den Link in den SMS und geben Sie keinesfalls Ihre Kreditkartennummer preis!

„Die Zustellung ihres Pakets hat sich durch eine falsch angegebene Adresse verzögert. Bitte aktualisieren Sie diese unter dem angegebenen Link.“ SMS-Benachrichtigungen wie diese lesen derzeit zahlreiche Thüringer:innen auf ihren Handys.

„Bei diesen SMS handelt es sich um sogenannte Smishing-SMS“, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter Recht bei der Verbraucherzentrale Thüringen. „Wer eine solche Nachricht erhält, sollte diese am besten ignorieren und umgehend löschen.“ Dies gilt auch, wenn in der SMS beispielsweise dazu aufgefordert wird, die Kreditkartennummer mitzuteilen um Einfuhrzölle für eine angebliche Warenlieferung zu begleichen.

„Seriöse Paketdienste werden Sie niemals per SMS dazu auffordern, auf einen Link zu klicken – geschweige denn, sensible Daten einzugeben“, so Ralf Reichertz. „Hier handelt es sich klar um Abzocke, bei der Schad-Software auf ihr Handy geladen werden kann oder ihre Kreditkartennummer für illegale Abbuchungen missbraucht werden soll.“
 

Fake-SMS erhalten? Das können Sie tun:

  • Öffnen Sie nicht den in der SMS angegebenen Link. Geben Sie auch keine sensiblen Daten wie Ihre Kreditkartennummer preis. Seriöse Zustelldienste und andere Unternehmen werden Sie niemals per SMS auffordern, externe Verlinkungen anzuklicken. 
     
  • Haben Sie auf den Link geklickt, schalten Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus, damit die schädliche App keine weiteren Daten über das Internet senden kann. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und zeigen Sie das betroffene Smartphone vor, um mögliche Beweise sichern zu lassen.
     
  • Haben Sie Ihre Kreditkartendaten bereits mitgeteilt, beobachten Sie die Abbuchungen von Ihrer Kreditkarte genau und informieren Sie vorsorglich Ihre Bank. Im Zweifel lassen Sie die Kreditkarte sperren. Bereits gezahltes Geld lässt sich manchmal über ein „Charge-Back-Verfahren“ zurückholen. Setzen Sie sich dazu mit Ihrer Bank in Verbindung.
     
  • Melden Sie die Nummer, über die Sie unerwünschte SMS erhalten haben, an die Bundesnetzagentur.

Grundsätzlich sollten Verbraucher:innen mit Updates dafür sorgen, dass Betriebssystem und Apps auf ihren Smartphones auf dem neuesten Stand sind. Das gilt insbesondere für Sicherheits- und Virenschutzprogramme. Helfen kann auch die Drittanbietersperre, die Handynutzer über ihren Mobilfunkanbieter einrichten lassen können. Diese blockiert den Abrechnungsweg über die Handyrechnung.

Generell gilt: Wer das Internet nutzt, hinterlässt an verschiedensten Stellen Daten wie Name, Adresse, Handy- oder Kreditkartennummern. Je sparsamer Nutzer:innen im Netz mit ihren Daten umgehen, desto besser können sie sich schützen. Absolute Sicherheit gibt es nicht, deshalb ist bei Emails, Messenger- oder SMS-Nachrichten immer Vorsicht geboten.

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