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Altenburg auf dem Weg zur angesagten Kultur- und Erlebnisstadt  | Großer Teich in Altenburg

Großer Teich in Altenburg (Foto: Ronny Franke)

Altenburg auf dem Weg zur angesagten Kultur- und Erlebnisstadt

Zeitgeschehen Pressemitteilungen
24.08.2023, 13:45 Uhr
Von: Stadtverwaltung Altenburg
Etwa drei Jahre ist es her, dass Oberbürgermeister André Neumann seine Vision 2030 für Altenburg veröffentlicht hat und mit diesem kühnen Zehn-Jahres-Programm zur Stadtentwicklung die erhoffte Aufmerksamkeit erhielt.

Viel Zustimmung war zu vernehmen, aber auch Skeptiker meldeten sich zu Wort. Nun soll eine erste Bilanz gezogen werden: Was ist seit dem Sommer 2020 geschafft worden?

In der damals mit einer verspielten Zeichnung publizierten Vision legte der Oberbürgermeister dar, dass sich Altenburg in seiner Entwicklung auf drei Bereiche fokussieren soll: den Schlossberg, die Innenstadt und das Areal am Großen Teich. Vor allem dorthin sollen bis 2030 die öffentlichen Investitionen fließen – diese Schwerpunktsetzung bedeutet indes nicht, dass die anderen Gebiete der Stadt und die Ortsteile vernachlässigt würden.

Im Zentrum der Entwicklung des Schlossbergs stehen selbstredend die drei renommierten Museen, einschließlich Teehaus, Orangerie und Marstall, sie sind touristische Leuchttürme. Die aufwändige Sanierung des Lindenau-Museums, ein Millionenprojekt des Landkreises, läuft. Die maßgeblich vom Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Landrat vorangetriebene Kooperation zwischen dem Lindenau-Museum und dem Schlossmuseum verfügt seit der Gründung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) beider Häuser über ein stabiles Fundament. Ein positiver Effekt: Mit der Bildung der KAG ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit noch professioneller geworden, von der gemeinsamen Vermarktung der Ausstellungen und der Kreativangebote profitieren beide Partner. Die Zusammenarbeit soll vertieft und auf eine verbindlichere Ebene gehoben werden. Weitere positive Impulse werden von dem „Masterplan“ erwartet, der gerade für das Areal um den Schlossberg entsteht.

Die zweite Säule der Stadtentwicklung ist die Innenstadt, was hat sich dort getan? Dank einer Reihe von Maßnahmen ist das Stadtzentrum noch attraktiver geworden. Wer sich über die Moritzstraße oder über die Marktgasse dem Marktplatz nähert, läuft über vorbildlich und ansprechend sanierte Gehwege. Das Wasserspiel ist zum einen ein Blickfang, besonders in den Abendstunden, wenn es farbig leuchtet. Zum anderen dient es Kindern in den heißen Sommertagen als Spielplatz: Sie wagen sich barfuß zwischen die Fontänen – Heidenspaß und Mutprobe zugleich. Und die „gute Stube“ wird in den nächsten Wochen noch einladender: 

Dank neuer Bänke verdoppeln sich die Sitzplätze, es sollen deutlich größere Bäume in neuen Pflanzkübeln als Schattenspender dazukommen. Die Sauberkeit im gesamten Stadtgebiet hat sich nachhaltig verbessert, nachdem zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, ein Konzept erarbeitet und neue Papierkörbe aufgestellt wurden – die Presse nannte die Initiative wegen der Farbe der nutzerfreundlichen Behälter anerkennend „orange Revolution“. Bei allem Erreichten: Die Situation gilt es weiter zu verbessern.

Bei schönem Wetter ist der Marktplatz, einer der größten Deutschlands, schon heute so belebt, wie sich das nicht nur die ansässigen Geschäftsinhaber wünschen. Daran hat die Stadt nicht nur durch die skizzierten Maßnahmen Anteil, vielmehr leistet sie ganz direkt mit der Organisation beziehungsweise Unterstützung diverser Großveranstaltungen ihren Beitrag, genannt seien nur einige: Classic-Open-Air, Skatstadt-Marathon sowie Bauern- und Weihnachtsmärkte.

Für weitere Impulse werden bekanntlich schon bald Ernestinum und Josephinum sorgen. Das Ernestinum, künftig moderne Stadtbibliothek, wird zurzeit entkernt. Im Josephinum, das künftig die Spielewelt beherbergt, beginnen die eigentlichen Arbeiten Anfang nächsten Jahres, die Eröffnung soll Ende 2026 erfolgen, als jährliche Besucherzahl sind 75.000 prognostiziert.

Zum Erreichen des Ziels, die Innenstadt für Einheimische und auswärtige Besucher zu einem liebenswerten und generationsübergreifenden Anziehungspunkt zu entwickeln, trägt auch die Umnutzung des ehemaligen Einwohnermeldeamtes im Johannisgraben bei. Die Stadt hat das Gebäude einer Nutzungsgemeinschaft übertragen, die sich in den freigelenkten Räumen auf kreative Weise entfaltet – ein Gewinn für viele. Der Kunstturm, ein beliebtes Fotomotiv, beherbergt nun die geowissenschaftliche Sammlung des Mauritianums. Für die ehemalige Sparkasse neben dem Rathaus ist ebenfalls eine attraktive Nutzung gefunden worden: In den sanierten Räumen öffnet am Denkmaltag, 10. September, das „Erlebnisportal Altenburg“. Dort werden Besucher sowohl über die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Thüringens als auch die des Altenburger Landes auf analoge und digitale Weise informiert.

Das Areal am Großen Teich, der dritte Entwicklungsschwerpunkt, hat enorm von der Einweihung des Kleinen Festplatzes profitiert. Dort gibt es Angebote für Sport, Spiel und Spaß, und die werden sehr gut angenommen. Trotzdem auch der Skater-Platz erweitert wurde, ist der Bedarf nach einer Ausweitung derartiger Offerten klar erkennbar. Daher ist entschieden worden: Nach dem Abbau des Theaterzelts, dem aktuellen Zeitplan zufolge 2026, soll auf dem Großen Festplatz ein Mountainbike-Platz mit zugehörigem Waldtrail entstehen. Der Große Teich selbst ist von der Entwicklung nicht ausgenommen, er hat sich dank der Inbetriebnahme der Riesen-Fontäne zu einem See mit Schauwert gemausert, an dem man einfach gern verweilt. Dem trägt die Aufstellung zusätzlicher Bänke auf der Parkseite Rechnung, die dankenswerterweise von der Ewa (Energie- und Wasserversorgung Altenburg) gesponsert wurden. Die Aufenthaltsqualität soll sich dank der Gestaltung der hotelseitigen Promenade weiter erhöhen. Zudem soll der Wohnmobilstellplatz weiterentwickelt und die Renaturierung der Hellwiese vorangebracht werden.

Zudem soll es im Stadtgebiet selbst grüner werden: Bürger, Vereine und Unternehmen entscheiden sich, die von der Stadt angebotenen Patenschaften für Bäume zu übernehmen. Allein in diesem Frühjahr sind sechs der 27 von der Stadt gepflanzten Bäume gespendet gewesen, alle 27 Bäume sind hochwertig und dem Klimawandel angepasst.

Die Vision 2030 nimmt die gesamte Stadtbevölkerung in den Blick, auch die Kinder. Sie profitieren ganz besonders vom Konzept der „Highlight-Spielplätze“, das sind besonders attraktive und familienfreundliche Spielplätze. Der erste wurde in der Nähe des Wasserturms verwirklicht, der zweite mit einem bis zu neun Meter hohen Nachbau der Roten Spitzen entsteht gerade am Friesenplatz. Als nächstes ist der Spielplatz an der Liebermannstraße an der Reihe, dort soll ein ungewöhnlich großes Kletterspielgerät aufgebaut werden.

In der wie eingangs erwähnt vor etwa drei Jahren publizierten Vision hieß es, Altenburg wird es 2030 „vom Geheimtipp zur angesagten Kultur- und Erlebnisstadt gebracht haben, in der vor allem Familien sich wohl fühlen.“ Dort war zum Schluss von der Chance auf die Landesgartenschau 2028 die Rede, „die entlang der Blauen Flut alle drei Schwerpunkte verbindet“. Mittlerweile herrscht Gewissheit: Altenburg wird Gastgeber der Landesgartenschau 2030 – das passt. Die LAGA wird für die Kernstadt wie ein Konjunkturprogramm wirken, bis zu 35 Millionen Euro Fördermittel fließen in Infrastrukturmaßnahmen, der städtische Eigenanteil liegt bei sieben bis zehn Millionen. Von diesem Konjunkturprogramm wird auch das innerstädtische Straßennetz profitieren, wo es großen Nachholbedarf gibt, obgleich dank des städtischen Straßeninvestitions-Programms in den vergangenen drei Jahren in allen Stadtteilen schon Fahrbahnen erneuert werden konnten, zuletzt gerade die Pappelstraße in Südost. Als nächstes geht die Stadt unter anderem eine Fahrbahnerneuerung des Hauptverkehrsrings in Altenburg Nord an.

Zur Attraktivität einer Stadt gehören gute Arbeitsplätze, daher hat die Schaffung neuer Jobs in und bei Altenburg höchste Priorität. Die Wirtschaftsförderung treibt mit Hochdruck ein wichtiges Vorhaben voran: Am nördlichen Stadtrand in Richtung Windischleuba soll auf einer Fläche von circa 100 Hektar ein in den Plänen verankertes Industriegebiet entstehen. Die Investitionskosten sollen zu 90 Prozent aus dem Topf mit den Braunkohlemillionen gefördert werden.

Von der Vision zur Wirklichkeit ist es weit, doch es gelang, alles auf den Weg zu bringen. Dem Ziel nähert sich die Stadt schrittweise, dabei wird versucht, die Einwohnerschaft von Anbeginn über die einzelnen Vorhaben zu informieren. Wenn es kritische Einwände gibt, werden sie geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt. Aus gutem Grund führt Oberbürgermeister André Neumann regelmäßig sowohl analoge als auch digitale Sprechstunden sowie Einwohnerversammlungen durch. Zu bestimmten Themen werden interessierte Bürger auch separat aus erster Hand informiert. Jüngstes Beispiel ist das mittlerweile kurz vor der Stadtrats-Entscheidung stehende Verkehrskonzept, über das engagiert öffentlich diskutiert wurde und wird. Die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern ist oft herausfordernd, doch sie ist wichtig: Die Vision 2030 benötigt die Akzeptanz der Stadtgesellschaft, für die sie ersonnen wurde.

 

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